12 Handmade Fashion Fragen an: Jenny von exclamation point

Jenny von exclamationpoint

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Ihr Lieben, auch die wunderbare Jenny vom Blog exclamation point hat sich meinen 12 Handmade Fashion Fragen gestellt. Ich freue mich wirklich riesig darüber, dass sie heute mein Gast ist, denn ich lese Jenny’s Blog so gerne und bin von ihrem einzigartigem Stil begeistert. Ihre Fotos, auf denen sie ihre kreierten Werke in Szene setzt, erzählen immer eine kleine Geschichte und das finde ich total inspirierend. Aber seht doch bitte selbst!

1. Stell uns Dich und Deinen Blog bitte in 3 Sätzen vor.

Hallo, mein Name ist Jenny und ich blogge seit 2005 auf exclamation-point.de. Als gelernte Maßschneiderin ist das Nähen natürlich das Hauptthema meines Blogs, auf dem ihr auch Tipps und Tricks der Handwerk-Profis findet. Neben dem Nähen ist mir auch Second Hand-Mode sehr wichtig – wie vielfältig Second Hand sein kann und wie ihr Kleidungsstücke verschiedener Stile und Jahrzehnte kombinieren könnt, präsentiere ich euch ebenfalls auf meinem Blog.

Jenny von exclamationpoint

2. Wann hast Du nähen gelernt und von wem?

Seit ich mich erinnern kann, bin ich handwerklich aktiv. Das Nähen habe ich sehr früh gelernt – anfangs, im Grundschulalter, von meiner Mama, dann autodidaktisch an der Nähmaschine. Meine Fertigkeiten habe ich dann durch die Maßschneiderinnen-Ausbildung weiter vertieft.

3. Was bedeutet es für Dich, Kleidung selbst zu nähen?

Unabhängigkeit von Modehäusern und das Ausleben von Individualität. Nähen und Kleidung selbst zu gestalten begleitet mich schon mein ganzes Leben, das ist mir ungeheuer wichtig. Für mich gibt es mich ohne Nähen gar nicht, das ist ein Teil von mir. Ich kenne es gar nicht, Kleidung nicht auf irgendeine Weise selbst zu gestalten.

4. Wessen Kleiderschrank-Inhalt würdest Du gern mal für eine Woche ausleihen?

Da fällt mir wirklich niemand ein – mittlerweile habe ich mir den Kleiderschrank, den ich haben möchte, selbst zusammen gestellt. Da bei mir auch sehr viele verschiedene Stile miteinander verschmelzen, wäre es auch schwer, eine große Schnittmenge mit jemand anderem zu finden.

5. Was ist Dein Lieblings-Handmade-Kleidungsstück und warum?

Eine wirklich knifflige Frage. Es gibt so viele Kreationen, die ich liebe, hege und pflege, ohne dass ich wirklich ein Lieblingsstück habe.

Ganz vorne ist auf jeden Fall mein Sommer-Hemdblusenkleid nach einem echten Vintage-Schnitt aus den Fünfzigern, aus einem Stoff, den auch schon Lena Hoschek verwendet hat.

Ein aktuelleres, auch heiß geliebtes Stück ist mein blauer Mantel mit abnehmbarem Kragen und Kapuze – dazu habe ich auch eine Anleitung verfasst.

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6. Was hast Du noch nie genäht, aber möchtest es unbedingt einmal tun?

Durch die Ausbildung habe ich so ziemlich alles an „Grundkleidungsstücken“ schon einmal genäht, vom Hosenanzug über Bauchtanzkostüme und historisch inspirierte Kleidung bis zu Brautkleidern. Auch am Quilten habe ich mich versucht, konnte dem aber bisher nicht viel abgewinnen. Ein langfristiges „Must Sew“ habe ich daher nicht.

7. Wenn Du mal an einem ungewöhnlichen Ort nähen könntest, wo wäre das und warum?

Nicht sonderlich ungewöhnlich, aber auf jeden Fall wäre ein Nähplätzchen an einem Balkon oder großen Fenster mit wunderbarer Aussicht auf eine italienische Landschaft oder auf das Meer fein. Ich bin da ganz bescheiden, Hauptsache, ich habe meine Idustrienähmaschine.

8. Mit wem würdest Du gern einmal zusammen nähen?

Mit Alexandra von mamamachtsachen. Ihre Projekte finde ich fantastisch und ich denke, dass etwas ganz Großes rauskommen könnte, wenn wir uns gemeinsam an die Nähmaschinen setzen und der Inspiration freien Lauf lassen würden.

Jenny von exclamationpoint

9. Was ist Dein dunkelstes Nähgeheimnis?

Ich nähe Jersey nicht immer mit Jerseynadel. Skandalös.

10. Was nähst Du am Liebsten?

Mir geht es um das Passende, Stimmige: wenn alles miteinander harmoniert und das Kleidungsstück gut durchdacht ist, macht das Nähen und später auch das Tragen sehr viel Spaß. Da habe ich dann auch fast das Gefühl, dass der Weg das Ziel ist. Es macht mir auch viel Freude, die genähten Stücke zu inszenieren und fotografieren. Ich denke dann auch nach der Fertigstellung viel über das Kleidungsstück nach und überlege mir, welche Location und Stimmung am passendsten ist, um meine Kreation zu präsentieren.

Abgesehen davon nähe ich am liebsten mit Webstoffen, da bin ich auch ganz gegensätzlich: ich liebe es, fließende Viskose zu verarbeiten, mag aber auch das Schwere an Wollstoffen. Ich nähe am liebsten mit Musterstoffen, bei denen der Musterverlauf dann auch minutiös stimmen soll. Herrlich, diese Herausforderung! Die meistgenähtesten Kleidungsstücke sind Kleider, wobei ich auch das die handwerkliche Verarbeitung einer Hose oder eines Mantels sehr zu schätzen weiß.

11. Was hast Du zuletzt genäht?

Uh, mehrere Projekte sind gerade in Arbeit oder warten noch auf den letzten Schliff, bevor sie fotografiert werden. Das letzte Teil, das ich komplett fertig gestellt habe, ist das A-Linien-Kleid im Materialmix mit Wolle, Sweat und Leder für 12 letters of handmade fashion.

Jenny von exclamationpoint

12. Hast Du einen besonderen Tipp für Nähanfänger?

Sich nicht zu viel vornehmen! Ich habe auch zuerst tolle Refashions aus Band-T-Shirts nähen wollen, aber da mir die Kenntnisse gefehlt haben, hat das natürlich in Frust geendet. Lieber im Kleinen anfangen, auch wenn es schwer fällt.

Liebe Jenny, vielen Dank, dass Du heute mein Gast warst! Wenn ihr Jenny online besuchen möchtet, hier ist sie überall zu Hause:

Blog: www.exlamation-point.de
Facebook: facebook.com/exclamationpoint.de
Instagram: www.instagram.com/jennyexclamationpoint
Pinterest: de.pinterest.com/wickedplots/exclamation-pointde/

Ich wünsche euch einen tollen Tag!

Liebste Grüße,
Selmin

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2 Kommentare

  1. Antworten

    Jennifer Weller

    5. Mai 2016

    Liebe Selmin, vielen Dank für das kleine Interview! 🙂 Ich freue mich immer, wenn Menschen meine Bilder gefallen.

    • Antworten

      Selmin von Tweed & Greet

      5. Mai 2016

      Danke, dass Du mitgemacht hast liebe Jenny☺️

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