Kleid Austen – Blaues Sommerkleid trifft auf Oktobubikragen trifft auf Streifen

Kleid Austen - Schnittmuster von Dessine Moi un Patron - Tweed & Greet

„Ach, Du musst nicht schüchtern sein, Hase, sie werden Dich schon mögen! Bleib einfach Du selbst und lass‘ Deinen zauberhaften gestreiften Oktobubikragen für sich sprech…“ Ach, äh, hallo, da seid ihr ja schon! Willkommen zur blauen Party, liebe 12 Colours of Handmade Fashion Mädels! Darf ich Euch vorstellen? Kleid Austen. Kleid Austen, das sind die 12 Colours of Handmade Fashion Mädels! Ich hatte Euch ja schon auf Instagram einander ein bisschen vorgestellt.

Als Emilie von Dessine Moi un Patron vor ein paar Monaten ihren neuen Kleiderschnitt Austen herausbrachte, war ich sehr begeistert über die vielen hübschen Details des Kleides und den adretten Look. Wer hier länger liest, weiß, dass ich die Schnitte ihres französischen Labels sehr gerne mag und einige Teile von ihr bereits im Kleiderschrank habe. Trotz meiner bescheidenen Französischkenntnisse und noch viel bescheidenerer Google Translate Hilfe. Ich freute mich sehr, als sich mir eine Gelegenheit bot, das Schnittmuster zu vernähen und die erstmals auch englische Anleitung einmal näher unter die Lupe zu nehmen.

Auch wenn ihre handgezeichneten Illustrationen im Anleitungsheft sehr gut helfen, durch die englische Anleitung auf den letzten beiden Seiten des Anleitungsheftes bekommt man auch als Französischbanause an unklaren Stellen nochmal ein bisschen mehr Hilfe. Die Anleitung ist kurz gehalten aber sie liest sich flüssig und verständlich. Zusammen mit den Illustrationen im französischen Teil des Heftes ist das Kleid auch mit seinem auf den ersten Blick sehr kompliziert aussehenden Kragen nähbar. Auf der Website gibt es zudem ein Schritt-für-Schritt-Tutorial mit hilfreichen Fotos.

Kleid Austen - Schnittmuster von Dessine Moi un Patron - Tweed & Greet

Kleid Austen - Schnittmuster von Dessine Moi un Patron - Tweed & Greet

Der mädchenhafte Stil des Kleides gerade durch den ausgefallenen Kragen hat es mir total angetan – Sonntagskleidchen deluxe. Schnell anziehen und adrett aussehen. Ähm, okay bügeln muss man noch, aber das ist meiner Stoffauswahl geschuldet. Die Knopfdetails an den Schultern sind ein echter zweiter Hingucker und der kleine Rückenschlitz sind ein typischer Dessine Moi und Patron Stil. Mit dem gestreiften Schleifenbändchen hab ich noch einen vierten Hingucker kreiert. Und das gestreifte Futter für die Passe gibt dem Ganzen nochmal etwas Sommerliches. Hach, Multidetailkleid, ich mag Dich!

Kleid Austen - Schnittmuster von Dessine Moi un Patron - Tweed & Greet

Kleid Austen - Schnittmuster von Dessine Moi un Patron - Tweed & Greet

Ein paar Änderungen am Schnitt habe ich vorgenommen: Das Kleid enthält viel Mehrweite, weil das Oberteil durch den Kordelzug geschoppt wird. Ich maß nochmal direkt am Schnitt ab und entschied, dass auch zwei Nummern kleiner noch passen könnten. Viel geschoppt wird dabei zwar nicht, aber das finde ich auch nicht schlimm.

Da dies mein erstes Kleid von ihr war und ich nicht auf die Referenzgröße von 1,65 cm geachtet hatte, wurde das Kleid ziemlich kurz und am Ende stand ich wirklich mit einem Mini-Minirock da. Im Winter kann ich das ja gut mit dunklen Strumpfhosen tragen. Aber im Sommer mit nackten Beinen fühle ich mich beim Sitzen ab einer bestimmten Grenze doch schnell entblößt.

Ich hab‘ also improvisiert und noch einen Verlängerungsstreifen an den Saum hinzugenäht, um es vor dem sicheren Stehkleidtod zu bewahren. Mit dem Minischlitz hinten am Rocksaum hab ich somit noch einen fünften Hingucker kreiert, Upsies. Ich empfehle beim Zuschneiden also auf jeden Fall noch einmal nachzumessen und mehr Länge einzuplanen. Der Schnitt kann durchaus auch auf Knielänge gut aussehen.

Das Kleid sieht eigentlich einen Kordelzug vor. Aber ich dachte, ein Wickelband würde dem ganzen nochmal eine leichtere Erscheinung geben. Es gibt zwei Größenversionen des Kragens. Ich habe mich für die kleinere, dezentere Version entschieden. Die Anleitung enthält übrigens keine detaillierte Erklärung dazu, wie der Verschluss am Rücken angebracht wird. Es werden an dem relevanten Nähschritt Vorschläge gemacht, ein Bändchen, einen Haken oder ein Knopfband anzubringen. Das und die vielen kleinen Details, zusammen mit dem Kragen machen den Schnitt zu einem Stück für Fortgeschrittene oder solche mit mittlerer Näherfahrung, die sich etwas Neues zutrauen wollen.

Kleid Austen - Schnittmuster von Dessine Moi un Patron - Tweed & Greet

Kleid Austen - Schnittmuster von Dessine Moi un Patron - Tweed & Greet

Beide Stoffe sind übrigens mal wieder von meinem Lieblingsmarkt aus Istanbul, der gestreifte Kragen war noch ein Reststoff von meinem Downton Abbey inspirierten Lady Mary Dress vor zwei Jahren. Apropos Streifen, ihr Hasen, ich wäre sehr dankbar für Tipps, wo man gestreifte sommerliche Webware finden könnte. Die Stoffwelt schein voll von gestreiftem Jersey zu sein, aber gestreifte fließende Webware ist eher rar gesät. Schade! Also heiße Tipps sind willkommen…bestimmt nicht nur bei mir!

Mein Fazit: Wer hübsche Details mag und mal wieder ein frischeres Design ausprobieren möchte, der wird sich mit Kleid Austen auf jeden Fall ein besonderes Kleidchen zaubern, das nicht nur sonntags zu einem Hingucker wird.

Hello. Again.

Kleid Austen - Schnittmuster von Dessine Moi un Patron - Tweed & Greet

Sooo und weil das hier ja heute eine Party für meine Lieblingsfarbe ist, freue ich mich ganz besonders auf die vielen blauen Projektchen, von denen ich in den letzten Tagen ja schon im Vorfeld ein paar entdecken konnte! Olé olé!

Diesmal gibt es übrigens kein Formular für das Pinterest Gruppenboard „12 Colours of Handmade Fashion Groupies“, weil ich das letzte Mal so extreeeem viel Spam bekommen habe. Das Board existiert aber natürlich noch und gerne könnt ihr mir über eine E-mail einfach Euren Pinterest-Nutzernamen schicken oder im Kommentar unten nennen, dann lade ich Euch dazu ein.Damit ich Euch freischalten kann, müsst ihr mir folgen. Wer bereits Mitglied ist, kann übrigens jederzeit dort pinnen. Hier könnt ihr mal einen Blick auf die schönen Projekte werfen:

 

Liebste Grüße,

Selmin


Kleid
Schnitt: Robe Austen von Dessine Moi un Patron
(Schnitt wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt)

Stoff
Blaue Baumwolle und gestreifte Viscose vom Stoffmarkt in Istanbul

Schuhe
Converse

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Ordnung im Nähzimmer: Aufbewahrung von Schnittmustern, Garnen & Co.

Ordnung im Nähzimmer - Tweed & Greet

Ordnungsliebe trifft auf Chaosqueen: Letztes Jahr im Oktober saß ich mit meiner großen Ordnungsheldin Sabine vom Blog Ordnungsliebe „zusammen“ und trank Kaffee. Sie in Mainz und ich in Köln. Über Skype schlürften wir gemütlich unser Gebräu und plauderten über unsere Herausforderungen beim Ordnung Halten in unseren Nähbereichen. Genauer gesagt, ich jammerte über mein Chaos und Sabine hatte bereits tolle Ideen parat, um Abhilfe zu schaffen.

Zu dem Zeitpunkt hatte sie mich bereits dazu gebracht, mich endlich von der orangen Wandfarbe in meinem Zimmer zu trennen. Sabine erzählte mir wiederum von ihren Herausforderungen, KEINEN festen Nähplatz zu haben und trotz häufigem Auf- und Abbau ihrer Nähmaschine & Co. regelmäßig Ordnung zu schaffen. Vor allem aber, dadurch die Lust am Nähen nicht zu verlieren. Ich bewunderte ihren ordentlichen Schrank, in dem ihre Maschine und alle anderen Nähutensilien Platz fanden. Unsere Idee war es, zusammen je einen Post über Organisation und Schaffen von Ordnung in unseren Nähbereichen zu schreiben. Sie aus ihrer Perspektive als Nähnomadin ohne festen Nähplatz. Und ich aus meiner Basistation Nähzimmer.

Ich zeigte ihr meine Ecken der Schande: überquellende Stoffkisten, die ich bei der Stoffsuche regelmäßig auf den Boden kippte oder mein Schnittmusterchaos, für das ich einfach keine gescheite Lösung fand. Unser Gespräch war so voller Ideen, dass ich mich nach dem Telefonat ganz beseelt und motiviert ans Planen machte.

In Mini-Schritten ausmisten

Seit unserem Skype-Termin sind acht ganze Monate vergangen. Acht Monate in denen ich Stück für Stück ausgemistet und aufgeräumt – wieder Chaos verursacht – aber trotzdem immer wieder neu aufgeräumt habe. Wenn ich Stück für Stück sage, meine ich das übrigens auch genau so. Ich habe nicht auf einmal ausgemistet. Das kann bei mir schnell Überhand nehmen und am Ende des Tages sitze ich erschöpft zwischen Kleinteilen, von denen ich nicht mehr weiß, wo sie hinsollen und dann habe ich dann einfach keine Lust mehr – für immer! Ich hab‘ mich also ausgetrickst habe meine freien Zeiträume mit kleinen Zielen besetzt: Heute nur die Schubladen am Nähtisch, das nächste Mal die Kiste mit den Schnittmustern.  Auch das ist schon viel Arbeit, und so haben sich Etappenweise schöne Ecken in meinem Zimmer gebildet, was mich immer weiter motiviert hat.

Ohne Chaos kreativ Sein geht nicht

Es hat sich für mich in den letzten Monaten auf jeden Fall bestätigt, dass Unordnung beim Nähen und Kreativsein einfach dazu gehört. Die Arbeitsstelle explodiert während des Schaffens bei jedem! Die Kunst liegt einfach darin, danach schnell wieder Ordnung schaffen zu können. Dazu braucht „alles seinen festen Platz“. Dieser Satz von Sabine klingt mir immer in den Ohren und sie hat damit absolut Recht behalten.

Die Einräummöglichkeiten müssen sich nach mir richten, nicht umgekehrt

Ordnung im Nähzimmer - Tweed & Greet

Ich hatte das bereits mal in einem früheren Post erwähnt: Ich benötige „geschlossene“ Aufbewahrungsmöglichkeiten. So schön es bei anderen aussieht, Bänder und Stoffe auf Regalen o.ä. „auszustellen“. Bei mir führt das schnell zu Unordnung. Lieber verstaue ich alles in wegräumbaren Kisten und Schränken und habe draußen nur dekorative Elemente und ein paar hübsche praktische Kisten, die schnell eine ordentliche Erscheinung schaffen. So sehe ich auch direkt, wenn etwas unordentlich ist und kann es AN SEINEN PLATZ wegräumen. Juhuuu!!

In den Schränken und Regalen habe ich alles in Kisten verstaut. Die Inhalte der Kisten sind durchdacht: Gleiches zu gleichem (auch ein Tipp von Sabine) – aber fern von perfekt nach Farbe sortierten Stoffen und fein säuberlich erstellten Etiketten. Die Kisten müssen in sich also nicht pikobello ordentlich sein. Ich will einfach nur schnell etwas reinwerfen und wegräumen. Ich nenne mein Prinzip das: „Außen-hui-innen-so-ordentlich-wie-möglich-Prinzip“. Denn Ordnung muss bei mir ruck-zuck gehen. Würde ich mich zwingen, Stoffe beispielsweise immer gleich groß zu falten, hätte ich direkt schnell wieder Chaos. Worauf ich jetzt achte: Die Kisten dürfen nicht zum Bersten voll sein, sondern immer Luft haben, weil etwas Neues dazu kommen darf, ohne dass ich quetschen muss.

Alles in Gruppen nach Tätigkeit sortieren und griffbereit haben

Mein Zimmer ist in zwei Hauptbereiche unterteilt: Nähbereich und Zuschneidetisch/Arbeitstisch. Alles was ich beim Nähen an der Nähmaschine benötige, ist in unmittelbarer Nähe, damit der Arbeitsprozess nicht gestört wird und ich nicht ständig aufstehen und herumsuchen muss. So verschleppe ich auch nichts von einer Ecke zur anderen, sondern alles bleibt in der Nähe des jeweiligen Arbeitsplatzes.

Am Nähbereich liegen alle Materialien, die ich für’s Nähen benötige. Rechts von mir liegt ein magnetisches Nadelkissen mit Stecknadeln zum schnellen Drauflegen der Nadeln beim Nähen. Nach dem Nähen verschwindet das Kissen in der Schublade links neben mir. Außerdem befinden sich rechts neben mir Scheren und Handmaß, ein kleines Behältnis mit Sicherheitsnadeln, Nähmaschinennadeln und Markierstiften und ein kleines Eimerchen für Garnreste und Stoffreste von der Overlockmaschine.

Andere Materialien für die Nähmaschine habe ich in verschiedene Fächer unterteilt und in die Schublade links neben mir gelegt, damit sie dort griffbereit liegen.

Meinen Zuschneidetisch nutze ich gleichzeitig auch als Arbeitstisch. Er muss schnell räumbar sein, deswegen bewahre ich Zuschneide- und Schreibmaterialien in einem rollbaren Container neben dem Zuschneidetisch auf. Angefangene Nähprojekte, an denen ich arbeite, werden an die Kleiderstange an der Wand hinter mir gehangen bzw. das Notebook vor dem Zuschneiden schnell weggeräumt ins Regal.

Ordnung im Nähzimmer - Tweed & Greet

Ordnung im Nähzimmer - Tweed & Greet

Meine Stoffe und Schnittmuster bewahre ich ebenfalls in diesem Regal in Boxen auf. Umzingelt von Büchern, die ich schon beim Einzug nach Farben sortiert hab‘ und die für das Auge schnell Ordnung schaffen. Hinter meinem Schreibtisch an der Wand befindet sich ein Sideboard, das alle kleineren Materialien wie Stoffreste, Vlies, Borten und Bänder etc. beinhaltet.

Ordnung im Nähzimmer - Tweed & Greet

Schnittmuster in Regalboxen mit Registerheften aufbewahren

Ordnung im Nähzimmer - Schnittmusteraufbewahrung - Tweed & Greet

Ich habe zu meinen Nähanfängen damit angefangen, Schnittmuster in Klarsichtfolien zu sammeln und in Ordner abzuheften. Die waren aber so schnell voll und ehrlich gesagt, finde ich die ganzen Klarsichtfolien auf Dauer einfach unnötig. Außerdem war das Ein- und Ausräumen für mich zu lästig. Ich begann, meine Schnittmuster beim Aufräumen einfach in Boxen zu werfen, die ich dann ins Regal räumte. Dabei verlor ich natürlich schnell mal den Überblick – Chaosqueen eben. Manche Schnitte hing ich an die Kleiderstange, aber auch das sah ab einer gewissen Menge nicht mehr ansehnlich aus und die Kleiderstange ließ sich kaum noch bewegen.

Sabine ermunterte mich, die Schnittmuster zwar weiter in meinen Boxen aufzubewahren sie aber in Registerhefter zu legen. Das ist zugegeben auf Dauer nicht ganz preisgünstig, aber es passt perfekt in mein Gewohnheitsschema. Die Register habe ich einfach mit der Hand nach Schnittmusterlabel und Schnittnamen beschriftet und alphabetisch sortiert. So kann ich nochmals verwendete Schnitte später rausnehmen und dann einfach wieder zurück reinwerfen und gut ist. Aktuelle Schnitte sammle ich immer noch an meiner Kleiderstange, bis ich sie fertig verwendet habe. Dann kommen sie in die Kiste.

Achtet bei der Auswahl der Registertaschen auf die Maße und ggf. darauf, dass die Registerschienen verschiebbar sind, so könnt ihr sie auf die passende Randgröße der Kiste schieben und anschließend in euer Regal. Sonst kann es sein, dass die Registerschienen zu groß für Euer Regal sind.

Garnaufbewahrung

Ordnung im Nähzimmer - Tweed & Greet

Meine Garne und Spulen bewahre ich in der Schublade, direkt links neben meinem Nähplatz auf und hab sie so auch immer griffbereit. Bisher flogen sie in der Schublade jedoch nur lose durch die Gegend und verknüddelten sich. Genauso die Spulen für den Unterfaden. Garne in Kästchen zu sortieren, kam für mich nicht in Frage, weil es wieder zu viel Arbeitsschritte sind: Kiste aus der Schublade nehmen, Kiste öffnen, Garn reinsortieren, Kiste schließen, Kiste zurück in die Schublade legen…gääähn…

Aus dem Baumarkt habe ich mir eine Lochplatte – auf meine Schubladenmaße abgestimmt – zurechtsägen lassen und Schrauben von der Rückseite durchgesteckt. So habe ich Halter für die Garnrollen und die Spulen. Für Schrauben und Brett hab ich ungefähr 10 EUR ausgegeben.

Achtet darauf, dass die Schrauben 1 mm größer sind als der Durchmesser des Lochs. Man kann die Schraube mit etwas Druck durchschieben und dann bleibt sie drin. Schrauben mit dem gleichen Durchmesser rutschen wieder raus. Am besten ihr stellt euch mit dem Brett vor das Regal mit den Schrauben und probiert durch. Nehmt auch eine Garnrolle mit, um die optimale Länge zu finden.

Overlockrollen hab ich in Ablageeinschübe für Gewürzgläser von IKEA gelegt, die ich noch zu Hause hatte.

Ordnung im Nähzimmer - Tweed & Greet

Bänder, Reißverschlüsse und Taschenmaterialien aufbewahren

Kleine Teile wie Bänder o.ä. habe ich um kleine Kartons gewickelt und in Boxen verstaut. Ich gehe beim Sortieren nicht zu kleinteilig vor. Andere Materialien wie Verschlüsse und Gummibänder und Vlies habe ich in offenen Kisten, die sich auch zum Sortieren von Kleiderschränken eignen, untergebracht. Manche Kisten habe ich in sich noch einmal in kleinere Kisten unterteilt. So sind in einer größeren Kiste mit Reißverschlüssen beispielsweise noch einmal zwei kleinere Kisten mit jeweils kleineren Reiß- und Klettverschlüssen. Stoffreste werden eingerollt und in durchsichtigen kleineren Boxen gelagert, damit ich sehen kann, was drin ist.

Stoffe hochkant in Boxen aufbewahren

Hach ja, meine Stoffe! Ich habe echt schon viele Lagertechniken durch: Sauber falten ins Regal legen, um große Kartons wickeln und ins Regal legen, falten und in die Kisten legen oder am Ende einfach in die Kiste stopfen.

Jetzt rolle ich meine Stoffe ein und lege sie hochkant in die Boxen. So kann ich auf Anhieb sehen, welche Stoffe sich in den Boxen befinden und muss nicht wühlen oder gar die Stoffe ausschütten. Beim Füllen der Kisten achte ich darauf, dass viel Luft in den Kisten bleibt. Dann lieber eine Kiste mehr nehmen, als alles einfach hineinzuquetschen. Oder lieber mehr Stoff abbauen, bevor ich etwas Neues kaufe.

Ordnung im Nähzimmer - Tweed & Greet

Das waren sie, meine Tipps rund ums Organisieren meines Näh- und Arbeitszimmers. Ich fahre seit einiger Zeit damit wirklich sehr gut, weil sich das System nach meinen Gewohnheiten richtet. Ich wende lediglich ein paar Tricks an, um für mich Routinen zu schaffen, wie zum Beispiel eine Kalendererinnerung, jeden Abend einmal die Ordnung in meinen Raum zu überprüfen.

Vor allem aber weiß ich: Aufräumen ist keine statische Angelegenheit. Chaos entsteht schnell, sollte aber auch schnell wieder behoben werden können. Die Bedürfnisse und Gewohnheiten ändern sich außerdem von Zeit zu Zeit und manchmal muss man das System nochmal überdenken, weil es vielleicht doch nicht mehr passt.

Wichtig für Euch: Identifiziert Eure eigenen Problemzonen rund um den Nähbereich und Eure Gewohnheiten. Schreibt sie vielleicht sogar auf und konzentriert Euch beim Ordnung schaffen auf diese Punkte.

Auf Pinterest haben wir auch noch ein paar weitere schöne Ideen gesammelt, die vielleicht für Euch auch interessant sein könnten:

Da nicht jeder ein eigenes Arbeits- und Nähzimmer hat, schlage ich vor, dass ihr nun einen Blick auf den Post von Sabine werft. Denn sie hat tolle Ideen, mit denen sie trotz fehlendem festen Nähplatz Ordnung hält und dabei gut gelaunt ihrem Hobby nachgehen kann. Denn gute Laune = guter Nähflow. Wissta Bescheid.

Habt einen wunderbaren Tag und liebste Grüße,

Selmin


Zeitschriftenhalter Wand
Madame Stoltz erhältlich bei Fine Nordic
(Anmerkung: Die Fächer sind etwas zu groß für die Schnittmuster aber ich habe zwischen die Lücken Bäckereigarn gebunden, damit die Schnittmuster nicht herausfallen)

Riesenstecknadel Wand
House Doctor noch erhältlich bei Wayfair

Letterboard Wand
Design Letters Message Board (ohne Buchstaben)* (Amazon Partnerlink)
Design Letters – Buchstaben / Zahlen Weiß für Letterbox* (Amazon Partnerlink)

Servierwagen
IKEA RASKOG Servierwagen in türkis * (Amazon Partnerlink)

Ordnungsboxen weiß
IKEA 6-er Set Aufbewahrungsboxen „Skubb“ weiß*(Amazon Partnerlink)

Ordnungsboxen türkis
IKEA DRÖNA Box in türkis (33x38x33cm); passend für Kallax Regal*
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Hängeregistertaschen
Leitz Hängetaschen A4* (Amazon Partnerlink)

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Ordnung im Nähzimmer - Tweed & Greet

 

Upcycling: Runde Korbtasche aus altem Bastkörbchen selbermachen

Diese kleinen runden Korbtaschen aus Bast begegnen mir momentan in allen Größen und machen mich ehrlich gesagt ein bisschen zum Trendopfer. Ich finde sie einfach so wunderbar sommerlich.

Als ich sie vor zwei Wochen bei einem Ausflug nach Maastricht nochmal welche entdeckte, hätte ich unter anderen Umständen wahrscheinlich auch einfach eine Tasche gekauft. Wenn ich seit Anfang des Jahres nicht den Deal mit mir vereinbart hätte, keine Klamotten mehr zu kaufen, die ich nicht auch selbst nähen kann. Dazu gehören auch Taschen. Ich ließ die Tasche also liegen und beschloss, nach geeignetem Korbmaterial zu recherchieren.

Abends beim Zähneputzen grübelte ich über Möglichkeiten des Korbflechtens, als mein Blick auf den alten Utensilkorb im Regal stieß, der schon seit Ewigkeiten dort stand. Was war da eigentlich nochmal drin? Da hatte ich ja seit Jahren nicht mehr reingeschaut! Ich linste rein und fand: Lockenwickler. Es gibt ja so einiges bei mir zu Hause, das ich für den Notfall gern lange aufbewahre. Aber Lockenwickler gehören bei meinen Haaren sicherlich nicht dazu. Ich beschloss, sie zu verschenken, sammelte weiteres geeignetes Material im Haus zusammen und legte los.

Der Korb hatte einen losen runden Deckel, der natürlich beim Tragen als Tasche, verschließbar sein musste. Taschengurtband, das ich noch zu Hause hatte, eignete sich dafür ganz prima. Ich kann es mir aber auch mit Lederstreifen sehr gut vorstellen. Da das Korbmaterial etwas hart ist, konnte ich nicht mit einer Nadel einfach durchstechen und das Band annähen. Ich musste mit Heißkleber ran, aber das hält bisher stabil. Herausgekommen ist eine runde hübsche Korbtasche, die mich nun seit ein paar Tagen begleitet. Mein Trendfieber hab‘ ich damit auf jeden Fall im Griff.

Falls ihr Lust habt, Euch solch eine Tasche auch einfach selbstzumachen, hab‘ ich Euch  mal die genaue Anleitung dagelassen, auch wenn ihr natürlich auch andere Materialien verwenden könnt.

Los geht’s:

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Zwei linke Hände? Papperlapapp!!

Hände und Blumen - Tweed & Greet

Zeit hier mal Tacheles zu reden. Früher habe ich mir nie wirklich viele Gedanken über meine Hände gemacht. Ja, früher! Ich hab‘ da eine ganz besondere Zeitrechnung. Früher, das ist nämlich die Zeit, bevor ich anfing zu nähen. Das war vor knapp fünf Jahren. Ich war keine große Bastlerin, ich malte nicht und mit Handarbeit konnte man mich ernsthaft jagen. Die Wahrheit aber ist: Ich glaubte nie daran, wirklich gut darin zu sein, etwas mit den Händen zu tun. Ganz im Gegenteil, ich hielt meine Hände für absolut ungeschickt. Das bedeutet im Umkehrschluss, liebe Leute, dass ich erst 1/8 meines ganzen Lebens damit verbringe, mit Freude und Selbstvertrauen etwas mit den Händen zu kreieren. Ein Achtel!

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Schon Juni? Kommt wir machen Blau! – 12 Colours of Handmade Fashion

Farbpalette Blautöne - Tweed & Greet

Und alle so (bl)Uuuuuh Yeaaah! Als ich im Januar mit dieser Mitnähaktion startete, um mich mit neuen Farben im Kleiderschrank (bl)aus meiner blauen Komfortzone hinauszubewegen, wusste ich noch nicht so richtig, wie sich meine Motivation entwickeln würde, Monat für Monat am Ball zu bleiben und so eine Aktion alleine zu schaukeln. Also hatte ich mir für den sechsten Monat ein blaues Hintertürchen offengelassen: Meine Lieblingsfarbe, als Motivationsspritze.

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