Cardigan Refashion – Wie aus einem XL-Cardigan eine Lieblingsjacke wird

Oversize Cardigan

Juhu! Die Cardigan Refashion ist geschafft! Mein Cardigan „Carla“ ist endlich gezähmt. Es war leichter als ich dachte! Bevor wir gleich zum „Wie“ und „Was“ kommen, ganz fix ein „wie alles begann“:

Anfang letzten Jahres durchforstete ich meine Ausbeute vom Stoffmarkt aus Istanbul (wie habe ich das alles eigentlich transportiert?) und überlegte, was ich aus diesem schönen Webstoff mit Hahnentrittmuster, machen könnte. Diesmal sollte es etwas jackenartiges werden. An ein richtiges Jacket traute ich mich allerdings noch nicht heran und so verliebte mich in einen Schnitt aus der Burda 11/2013.

Oversize Cardigan

Ein kuschelig aussehender Oversize Cardigan, die Burda versprach „coole Lässigkeit“. Das Hahnentrittmuster in Kombination mit einem ebenfalls vorrätigen schwarzen Filzstoff würde den Cardigan zu einem einzigartigen kuscheligen Lieblingsteil machen! Yeah! Ich drehte vor Vorfreude fast durch!

Das Ergebnis war entsprechend ernüchternd. Bei der ersten Anprobe saß der Cardigan trotz meines Zuschnitts nach Burda-Maßen wie ein XXL-Sack und reichte mir bis unter die Knie. Ich entfernte auf beiden Seiten knapp 10 cm und kürzte fleißig. Als ich ihn fertiggestellt hatte, war ich erstmal superstolz auf meinen ersten „ungefütterten Mantel ohne Taschen“, denn so wirkte er durch den dicken gewebten Stoff. Leider ignorierte ich durch meine Euphorie, dass der Cardigan immer noch zu weit und zu lang war. Er wollte einfach zu nichts richtig gut aussehen und schaute sogar unter meinen längsten Wintermänteln hervor. Auch Gürtel halfen nix. Zweimal fasste ich mir ein Herz und trug ihn, aber der Funke wollte nicht überspringen. Der Cardigan war nicht mein Typ und so fristete er das Jahr über sein Dasein in der Dunkelheit meines Kleiderschrankes.

Cardigan Refashion – So hat es geklappt

Am Sonntag habe ich ihn mir endlich einmal vorgeknöpft und unter die Lupe genommen. Ich nahm ein gut sitzendes Jacket als Vorlage für die richtige Passform und steckte um das Jacket herum einen cm breit ab. Die erfahrenen SchneiderInnen unter Euch falten jetzt wahrscheinlich etwas entsetzt die Hände über dem Kopf zusammen, bei der  Methode unten. Ich hätte bestimmt beide Jacken längs falten und übereinander legen sollen, damit gewährleistet ist, dass beide Seiten gleichmäßig sind. Aber so erschien es mir am einfachsten und es hat geklappt…lalalala.

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Danach nähte ich an den abgesteckten Markierungen entlang.

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Kurz nochmal anprobiert, es passte!! Juhu!! Nahtzugaben gekürzt und schnell ordentlich versäubert.

Für die richtige Länge legte ich das Jacket noch einmal auf den Cardigan und kürzte ca. auf 4 cm unterhalb des Jackets. Ich schnitt aber nur bis zum Beginn des Belegs. Den Beleg trennte ich mit einem Nahtauftrenner ordentlich vom Reststoff ab.

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Eine Runde Lieblingsserie schauen, verringert den Frustfaktor beim Auftrennen. (An dieser Stelle sollte eigentlich ein Screenshot einer Szene von Downton Abbey gezeigt werden, aber offenbar hat iTunes einen Schutz vor unerlaubter Screenshot-Verbreitung, denn das kam beim Screenshot raus…aber ich schweife eh wieder ab).

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Danach setzte ich den Beleg auf der neuen Länge wieder an und kürzte ihn um den überstehenden Rest. Da mir bereits beim Ursprungsmodell Taschen fehlten, schnitt ich aus dem schwarzen Filzstoff noch zwei Quadrate mit je 17 cm Seitenlänge und steppte sie einfach an gewünschter Stelle auf, ohne die Ränder zu versäubern oder einzuklappen. Denn der Rand franst nicht aus und ich fand, das machte den Look der Jacke etwas lässiger. Fertig!!

Hello!

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Cardigan „Carla“ ist gezähmt und wird nun einen Platz zwischen meinen Lieblingsstücken bekommen.

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2 Kommentare

  1. Antworten

    melanie

    25. Januar 2015

    Sehr, sehr schön! Besonders die aufgesetzten Taschen finde ich toll!

    • Antworten

      Selmin von Tweed & Greet

      25. Januar 2015

      Dankeschön!

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