5 Gründe, warum man sich als Anfänger auf Blogger Events trauen sollte

5 Gründe sich als Anfänger auf Blogger Events zu trauen

Ich habe ein fantastisches Wochenende auf dem Blogst Barcamp in Hamburg  hinter mir und sprühe (immer noch) vor Energie. Spannende fachliche und kreative Sessions gab es. Und viele tolle und inspirierende Frauen. Einige der Frauen hätte ich beinahe gar nicht kennengelernt. Weil sie sich – wie ich – erst einmal einen Ruck geben mussten, sich ganz allein zu diesem Event anzumelden.

Ein großes Bloggerevent steht bevor! Das Herz macht erstmal einen Sprung, wenn solch eine Veranstaltung auf dem Bildschirm aufflackert. Aber gerade Bloganfänger mit einem noch kleinen Blog, tun sich vielleicht schwer damit, einfach auf „Anmelden“ zu klicken. Und wenn auf den verfolgten Blogs, Instagram oder Facebook bekannt wird, wer von den online bekannten Gesichtern alles an solch einer Konferenz teilnimmt, kann einem kleinen Bloglicht schonmal mulmig vor einer großen Bloggeransammlung werden.

Ich habe bisher drei Veranstaltungen von Blogst besucht: Den Blogst Basis Workshop in Köln und Fotografie und Styling in Frankfurt. Vor ein paar Tagen war ich auf dem BarCamp. Warum ich diese Veranstaltungen schon viel früher hätte besuchen sollen und warum ihr als engagierter Bloganfänger eure Scheu einfach mal über Bord werfen solltet, lest ihr unten:

1. Ihr bekommt einen enormen Motivationsschub

Ihr verbringt einen ganzen Tag mit Menschen, die wie ihr für eine Sache brennen und dies gern mit anderen teilen. Ihr müsst niemandem erklären, warum ihr gerne bloggt und wenn ihr es doch tut, erhaltet ihr zustimmendes Nicken. Gerade wenn ihr ein eigentlich tolles Umfeld habt, das aber eher aus Nicht-Bloggern besteht, kann es an manchen Tagen passieren, dass ihr die Relevanz eures Blogs für euch und die Welt in Frage stellt. Die Arbeit am Blog wird schleifen gelassen, weil der Blog an Bedeutung verliert. Muss ich das jetzt wirklich bloggen? Schließlich kann ich doch auch einfach nähen, ohne darüber zu schreiben und Bilder von mir online zu stellen.

Seit Samstag weiß ich wieder: Soviel Spaß mir das Nähen macht, so sehr liebe ich es auch über meine Nähprojekte zu schreiben.  Es gibt mir ein gutes Gefühl, andere Menschen für mein Thema zu begeistern und zu inspirieren. Ich liebe es, tagelang an der Fertigstellung eines Tutorials zu sitzen und mir vorzustellen, wie es jemand nachmacht. Ich glaube, dieses Gefühl kann nur jemand nachempfinden, der das gleiche tut. Solche Menschen gab es auf dem Blogst BarCamp reichlich. Das motiviert, so ist das.

2. Ihr identifiziert euch mit eurem Blog

Auch wenn ich bereits seit August 2012 blogge, habe ich erst im Dezember letzen Jahres angefangen, mich in dieser intensiven Form mit meinem Blog zu beschäftigen und mich wirklich damit zu identifizieren. Dazu haben die beiden Blogst Workshops und das Barcamp enorm viel beigetragen. Zuzuhören, wie erfahrene Bloggerinnen, wie Ricarda von 23qm Stil, Clara von Tastesheriff und Bine von waseigenes mit einer Selbstverständlichkeit über ihre schönen Blogs reden, ließ mir klar werden: Hey, ich mag meinen Blog und ich muss ihn nicht verstecken. Ich wollte ihn ernst nehmen und ich wollte mehr über ihn sprechen.

Ich begann, anderen Leuten über meinen Blog zu erzählen. Baute meine Facebook-Fanpage aus und richtete einen Instagram Account ein. Wie sollte mein Blog denn wachsen, wenn keiner wusste, dass es ihn gibt? Ich fing an, mich sichtbar zu machen.

3. Ihr baut Wissen auf und gebt eurem Blog mehr Qualität

Als ich anfing, mich mit meinem Blog zu identifizieren und ihn der Welt zu zeigen, begann ich auch damit, ihn kritischer zu betrachten. Ist mein Blog leserfreundlich aufgebaut? Lädt er andere dazu ein, darin zu schmökern? Würde ich meinem Blog folgen? Mag ich meine Blog-Farben? Wie und wo fange ich damit an, ihn zu „verschönern“? Ich fühlte mich etwas überfordert und fand Antworten auf den Workshops.

SEO Optimization, Blog Usability, Fotografie und Styling: Das waren letztes Jahr noch Wörter, die ich NIE mit meinem Blog in Verbindung gebracht hätte. Es sind spannende Themen, mit denen ich mich heute beschäftige und über die ich viel gelernt habe.

Ich richtete meinen Blog sorgsamer ein. Ich begann mein Wissen umzusetzen, investierte mehr Zeit in meine Bilder. Der Aufwand wuchs, aber auch mein Blog begann monatlich zu wachsen. Ich habe noch einen langen Weg und es ist immer noch nicht alles so, wie ich es gerne hätte. Aber ich fühle mich wohl auf dem Weg, den ich mit meinem Blog gerade gehe.

4. Ihr lernt tolle Leute kennen

Auf dem BarCamp war es so einfach, mit netten Leuten ins Gespräch zu kommen. Schon am Eingang stellte ich mich einfach zur Gruppe dazu, stellte mich vor und blickte in aufgeschlossene und freundliche Gesichter, die wie ich selbst voller Vorfreude auf den Tag waren.

Bei Leuten, deren Blog ich folgte und die ich toll fand, konnte ich einen netten persönlichen Direktkommentar hinterlassen und bekam ein freudiges Lächeln zurück. Ich lernte so viele neue wunderbare Frauen kennen, auf deren schöne Blogs ich vorher vielleicht gar nicht gestoßen wäre:

Dem netten Tag auf dem BarCamp folgte ein gemütlicher Abend im Restaurant Pauline. Wie schon bei den Blogst Workshops hatte ich abends gar nicht mehr das Gefühl, dass ich die Leute eben erst getroffen hatte. Mir kam es vor, als würde ich mit alten Freundinnen an einem Tisch sitzen. Soviel wurde gelacht und mit viel Leichtigkeit wurde auch über Persönliches gesprochen.

5. Ihr werdet selbstbewusster und mutiger

Nur weil ihr vielleicht erst seit einem halben Jahr bloggt, heißt das nicht, dass ihr sonst nichts zu bieten oder zu erzählen habt, wovon andere vielleicht profitieren können. So wie andere euch inspirieren, werdet ihr auch inspirierend für andere Teilnehmer sein.

Wenn ihr erst einmal merkt, dass so ein Event viel Spaß macht und ihr soviele nette Leute kennenlernt, fällt es euch in Zukunft leichter, einfach auf denjenigen zuzugehen, wenn ihr Fragen oder Ideen habt.

Es ergeben sich auf diese Weise vielleicht auch schöne Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Mein Nähworkshop wäre nie so toll geworden, wie er wurde, hätte ich Natalie nicht auf dem Blogst Basis Workshop kennengelernt. Sie hat den Tag sehr bereichert, in dem sie mir so großzügig ihren Stoffladen zur Verfügung stellte.

Mich haben die Session Speaker schwer beeindruckt. Sie haben sich einfach vor die Menge getraut und ihre Vortragssessions vorgestellt. Und es hat die Lust in mir geweckt, beim nächsten Barcamp vielleicht auch eine Session anzubieten. Wer weiß was ich bis dahin weiterzugeben habe.

So ihr Lieben, ich hoffe, ich habe den fleißigen aber schüchternen Bloganfängern unter euch ein Bisschen Mut gemacht. Ich freue mich auf euch auf dem nächsten Blogst Event!

Auf diesem Weg auch nochmal einen großen Dank an Clara und Ricarda nicht nur für die Organisation dieser tollen und wichtigen Veranstaltungen, sondern auch die Konsequenzen, die sich für mich daraus ergeben haben!

Ich freue mich schon auf die Blogst in Köln!

Liebe Grüße,

Selmin

Veröffentlicht von Selmin von Tweed & Greet

Hello, nice to meet you! Ich bin Selmin. Vor zwei Jahren habe ich meine Liebe zum Nähen entdeckt und genieße seitdem immer wieder das Gefühl, am Ende eines Nähprojektes dieses einzigartige Stück in den Händen zu halten. Es ist ein ganz besonderer "Oh hello!"-Moment, wenn mich mein Werk in seiner Vollständigkeit begrüsst und ich weiß, dass ich für genau diesen Moment gearbeitet habe. Ich möchte in diesem Blog meine Projekte mit euch teilen und alles was mich zu diesen Projekten inspiriert: Schöne hochwertige Stoffe, besonderes handwerkliches Design aus dem Bereich Fashion und Lifestyle. Da ich selbst noch im Lernprozess bin, kenne ich viele Anfängerfehler und möchte vor allem auch Leuten, die erst seit kurzer Zeit "hello to handmade fashion" gesagt haben, eine Lernplattform bieten. Ich wünsche Euch viel Spaß und freue mich sehr über Feedback und Austausch.

20 Kommentare

  1. Liebe Selmin – genau so ist es und das war auch der Grund BLOGST ins Leben zu rufen! Es ist doch immer berreichernd, aus seiner Komfortzone raus zu kommen, den Schreibtisch mal zu verlassen und sich zu vernetzen. Wie schön, dass Dir das einen solchen Schub gegeben hat! Ich freu mich! Ganz liebe Grüße und Danke für diesen Post! Ricarda

  2. Liebe Selmin, da sagst du was! Ich hatte ohnehin schon mit dem Gedanken gespielt zur Blogst-Konferenz zu fahren- jetzt hast du den indifferenten Gedanken hin zum festen Plan gestärkt 😉
    Ein schöner Artikel!

    Liebe Grüße,

    Kimmi

  3. Hallo Selmin, oh, das hast du aber schön geschrieben!! Ich freu mich immer noch, dass wir uns kennengelernt haben!! Und auf ein baldiges Treffen. 😉 Liebe Grüße nach Köln

  4. Sehr schöner Blogartikel, der Mut macht, sich anzumelden und hinzugehen! 🙂
    Werde ich dann bald auch mal machen!
    LG, Steffi von iHERZfood

  5. Du sprichst mir aus der Seele! Leider konnte ich nicht zum Barcamp kommen (jetzt ärgere ich mich um so mehr), da ich einen Nähkurs gegeben habe, aber ich hoffe, dass ich für die Blogst15 eine Karte bekomme.
    Liebe Grüße
    Britta

  6. Das hast du so mitreißend geschrieben! Wenn ich irgendwann darüber nachdenke ein Blogger-Seminar zu besuchen, weiß ich jetzt, wen ich um Rat fragen werde. ☺

  7. Ich war dieses Jahr auch zum ersten Mal an der The Hive Blogger Konferenz und habe auch eine ganze Menge Mut gebraucht alleine hinzugehen. Aber es war ein super Erlebnis, ich habe so viel gelernt, wurde neu inspiriert und werde bestimmt wieder an eine Blogger-Konferenz gehen.

  8. Liebe Selmin, Du hast mir mit Deinem Artikel richtig Lust gemacht, auch einen der Workshops zu besuchen. Wann ist denn die Blogst in Köln? Mach weiter so! Liebe Grüsse, Andrea

  9. Da hast du vollkommen Recht! Man sollte immer die Gelegenheit nutzen, von anderen zu lernen! Ich finde es toll, das Clara und Ricarda ihr Wissen so super weitergeben und freue mich, wenn es bei mir soweit ist, meinen 1. Workshop zu besuchen!

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