Prozessoptimierung auf dem Nähtisch? Ein Erfahrungsbericht

Nähprojektgedanken by Tweed & Greet

Meine Nähprojekte und ich – mit uns läuft das ja meistens so: In meinem Kopf habe ich eine sehr dynamische To-sew-Liste, die Dank unterschiedlicher Impulse aus meiner Online- und Offlinewelt täglich wächst. Jeden Tag greife ich auf diese Liste zu: Ich mache mir Gedanken zur Stoff- und Materialauswahl und je nach Anlass lege ich Projektstarts fest. Manchmal nutze ich sie auch zum Tagträumen, um fröhlich mentale Pirouetten in fertigen Outfits zu drehen. Ab und zu verschiebe ich durch solche Tagträume auch Prioritäten.  Niemals werden Projekte gestrichen.

Kurz bevor eine bestimmte Jahreszeit beginnt, konkretisieren sich manche Listenpunkte dann zu richtigen Nähprojekten. Ich beginne Schnittmuster und Stoffe zu organisieren. Die bestehende Stoffsammlung wird auf Eignung untersucht und ggf. ergänzt. Manchmal kommt mir eine andere Idee und ich zweckentfremde das vorliegende Material für Spontanprojekte. Raubt mir ein Projekt die Lust, weil ich einen Fehler gemacht habe oder aus anderen Gründen nicht mehr weiterkomme, schiebe ich gern auch mal schnellere Projekte dazwischen. Bisher bin ich mit dieser ziemlich agilen und zwanglosen Methode ganz gut gefahren. Ich blieb‘ immer im Nähfluss und hatte Spaß.

Anfang Februar überkam mich dann das Bedürfnis, meinen bisherigen Prozess zu optimieren: Ein Bisschen mehr mit Plan vorzugehen. Vielleicht könnte ich noch mehr im Nähflow bleiben und sogar schneller sein, wenn ich alle konkret geplanten Projekte auf einmal zuschneide und sie dann nur noch nacheinander zusammennähe. So hätte ich das nächste Nähprojekt immer griffbereit und wäre bestimmt insgesamt viel schneller. Yeah! Geniale Idee! Ich startete voller Prozessoptimierungspower und fünf Projekten.

Prozessoptimierung auf dem Nähtisch - Tweed & Greet

Hatte ich vorher gedacht, ich würde höchstens einen Tag für das Zuschneiden von fünf Projekten aufbringen, wurden es insgesamt zwei Tage. Für manche ist der Zuschnittteil ja der beliebteste und wird gern als meditative Phase bezeichnet. Ich finde diesen Part immer sehr langweilig. Zwei Tage verbrachte ich also mit dem unliebsamsten Part eines Nähprojektes. Ich überprüfte für jedes Projekt die Maße, schnitt alle Papierschnitte aus, legte sie auf die Stoffe. Übertrug Nahtzugaben, wo notwendig. Schnitt die Stoffe aus und kennzeichnete alle Markierungen auf dem Stoff. Während ich sonst allerspätestens am zweiten Tag bereits die ersten Erfolge verzeichne, hatte ich am Ende den Tisch voll mit Zuschnitten, die mich nun erwartungsvoll anstarrten. Irgendwie war das ernüchternd. „So, jetzt hab ich alles zugeschnitten“ klang eben nicht so motivierend wie: „Wow, es sieht schon fast aus wie eine richtige Jacke!“

Prozessoptimierung auf dem Nähtisch - Tweed & Greet

Drei der Zuschnitte brachte ich tatsächlich vorbildlich nacheinander zu Ende: Tilly’s Agnes TopJacke Camelia und Bluse Dahlia. Ich hatte mit Tilly’s Shirt angefangen – dem einfachsten Projekt, weil ich nach der endlosen Zuschneidegeschichte schnell etwas abschließen wollte. Die nachfolgenden Projekte waren eher etwas schwieriger, mit Beschreibungen auf französisch. Einfach schnell zusammennähen war nicht.  Am Ende aller drei Projekte war ich leicht genervt.

Prozessoptimierung auf dem Nähtisch - Tweed & Greet

Ich begann mein viertes Projekt, die Birkin-Flares-Jeans, auf die ich mich Anfang des Jahres so gefreut hatte, bereits mit „unfrischem“ Kopf. Den Höhepunkt erreichte meine Unzufriedenheit dann, als ich die Jeansteile mit kontrastfarbenem Ziergarn absteppte und sie nicht so aussahen, wie ich wollte. Wie die Geschichte ausging, wisst ihr ja.

Prozessoptimierung auf dem Nähtisch - Tweed & Greet

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir bereits eingestanden, dass diese Multiprojektmethode nichts für mich war und auch schon mit einem ganz neuen Kleidungsstück begonnen. Weitere folgten.

Ich bin nicht die Geduldigste, wenn es ums Nähen geht. Wenn ich nicht schnell genug Ergebnisse sehe, hüpfe ich innerlich von einem Bein auf’s andere und bin mit dem Kopf bereits beim nächsten Projekt. Die fertigen Zuschnitte waren für mich keine Hilfe, sondern ein Rahmen, in den ich mich gezwängt hatte. Die Leichtigkeit meiner Nähprojekte, bei denen ich sonst – immer auf das vorliegende Projekt konzentriert – auch mal kreativ abweichen kann, kam bei dieser Methode nicht auf. Ich hatte das Gefühl, nur noch abzuarbeiten.

Prozessoptimierung auf dem Nähtisch - Tweed & Greet

Der fünfte Zuschnitt steht übrigens noch ganz aus, der Pyjama Fifi von Tilly. Aber den habe ich mir für die nächsten Tage auch bereits vorgenommen. Dann ist meine offizielle To-sew-Liste auch erst einmal abgehakt und neue Projekte stehen an. Nach der alten Methode. Weil mir diese am meisten Spaß macht. Und Spaß geht nunmal über Prozessoptimierung. So!

Ihr Lieben, ihr wisst ja, was jetzt kommt: Ich möchte von euch wissen, wie ihr eure Nähprojekte angeht und mit Spaß dranbleibt? Seid ihr auch schonmal von alten Gewohnheiten abgewichen, um besser oder schneller zu werden? Wie hat es bei euch geklappt? Ich freu‘ mich wirklich sehr, von euren Geschichten zu hören!

Habt einen supertollen Sonntag!

Liebste Grüße,

Eure Selmin

Veröffentlicht von Selmin von Tweed & Greet

Hello, nice to meet you! Ich bin Selmin. Vor zwei Jahren habe ich meine Liebe zum Nähen entdeckt und genieße seitdem immer wieder das Gefühl, am Ende eines Nähprojektes dieses einzigartige Stück in den Händen zu halten. Es ist ein ganz besonderer "Oh hello!"-Moment, wenn mich mein Werk in seiner Vollständigkeit begrüsst und ich weiß, dass ich für genau diesen Moment gearbeitet habe. Ich möchte in diesem Blog meine Projekte mit euch teilen und alles was mich zu diesen Projekten inspiriert: Schöne hochwertige Stoffe, besonderes handwerkliches Design aus dem Bereich Fashion und Lifestyle. Da ich selbst noch im Lernprozess bin, kenne ich viele Anfängerfehler und möchte vor allem auch Leuten, die erst seit kurzer Zeit "hello to handmade fashion" gesagt haben, eine Lernplattform bieten. Ich wünsche Euch viel Spaß und freue mich sehr über Feedback und Austausch.

19 Kommentare

  1. Genauso würde es mir auch gehen! Mir graut zwar schon immer etwas vor dem Zuschnitt aber dann freue ich mich dabei schon aufs Nähen. Als ich nach Berlin ins Nähcamp fuhr hab ich auch vorher zugeschnitten. Und dann hat was nicht gepasst. Das hat mich so geärgert! Aber da war ich gedanklich einfach nur beim Zuschnitt und nicht beim Nähen. Darum hab ich auch nicht genau nachgeschaut 🙂
    Mir macht es also auch am meisten Spaß mich treiben zu lassen und spontan zu entscheiden!
    Liebe Grüße,
    Marina

    • Uaah, das ist auch echt ärgerlich! Aber ich weiß, was Du meinst. Wenn ich mich auf ein unbekanntes Stück allein konzentriere, prüfe ich während des Zuschnitts auch eher mal einzelne Punkte. Mit mehreren Schnitten zusammen, arbeite ich halt eher ab und dann werden evtl. auch mal Dinge übersehen, so ging es mir ja dann mit der Jeans, bei der ich einfach vergessen hatte, den Bereich des Reißverschluss mit abzuzeichnen. Naja, wie Du sagst, treiben lassen und sich Luft verschaffen, spontan kreativ zu sein:-) Hab eine schöne Woche und LG, Selmin

  2. Hallo! Vielen Dank für deinen Einblick! Ich mische tatsächlich beide Formen und habe fast immer ein zugeschnittenes Teil hier liegen, damit ich sofort los nähen kann, wenn es zeitlich gerade passt. Aber ich sehe das nicht so eng und lasse dieses Teil dann auch im Zweifel einige Wochen im Regal liegen, um mich in dem Moment den dringenderen Projekten zu widmen. Diese Lösung passt für mich hier im Familienalltag zur Zeit am besten. Da kann ich je nach Situation flexibel reagieren und habe dabei das Gefühl, meinem Hobby nachgehen zu können, ohne das zu viel Haushalt liegen bleibt.
    Schönen Sonntag noch, caro

    • Hallo liebe Caro, das ist eine gute Lösung! Ich hatte ja gehofft, dass es mir dann genauso geht, aber irgendwie scheine ich dann den innerlichen Zwang zu entwickeln, alles abzuarbeiten…hihi…schön, dass Du damit einen für Dich passenden Weg gefunden hast! Liebe Grüße, Selmin

  3. Witzig geschriebener Post😂 – mir geht es ähnlich wie dir und überlege tatsächlich auch seit Anfang des Jahres, wie ich mit meinen Spontankäufen an Stoffen und Schnitten sinnvoll umgehen kann … Sinnvoll im Sinne von effektiver Unsetzung, aber ohne in einen Produktionszwang zu verfallen – ich überlege noch, ob ein „Nähplaner“ für mich passt – dieser könnte Fotos der gelagerten Stoffe enthalten mit Angaben zu Qualität und Maßen und mögliche Schnittmustervorschläge bzw. Ideen…ob ich diesen Nähplaner jemals anlege oder nur in Gedanken weiter wälze, wird sich zeigen. Übrigens nehme ich neben anderen Sewalongs die 12lettersofhandmadefashion zum Anlass, bestimmte geplante Projekte umzusetzen oder das Stoffelager zu schrumpfen. LG zum Sonntag, Miriam „Mecki macht“

    • Danke liebe Miriam, ja, so ein Nähplaner ist auch sehr nützlich. Ich fange gerade erst ganz vorsichtig an, meine Nähpläne mal schriftlich zu dokumentieren (deswegen halte ich da noch den Ball flach und rede noch nicht soviel darüber:-) Ich hab seit einiger Zeit Trello als Organisationstool entdeckt und baue da gerade auch die Organisation meiner Nähprojekte damit auf. Greenfietsen hat dazu einen sehr schönen Beitrag geschrieben: http://greenfietsen.blogspot.de/2016/03/naehprojekte-mit-trello-planen-und-organisieren.html . Man kann sich das Tool auch als app auf das Smartphone laden und von unterwegs aus organisieren. Falls Du also auf der Suche nach so etwas ähnlichem bist:-) Ich freu mich übrigens sehr, dass Du immer so regelmäßig bei den 12 Letters of Handmade Fashion dabei bist:-) Und toll, dass es Dich motiviert, Projekte umzusetzen!! Liebste Grüße, Selmin

  4. Witzigerweise bin ich auch gerade diese Woche an einer geplanten Prozessoptimierung gescheitert. Noch gründlicher als du es beschreibst 🙂
    Ich benähe neuerdings auch meinen Mann, der mit einer speziellen Kombi aus extralang und extraweit die regulären Kleidergrößen sprengt 😉 und die Hemden (die er täglich für die Arbeit braucht) nur mit viel Glück im Internet bekommt. Also passenden Schnitt aus einem zerlegten Kaufhemd abgewandelt; erstes Probehemd genäht um dann in die Massenproduktion zu starten. Wenn man schon den gleichen Schnitt mehrmals näht, warum dann nicht die einzelnen Schritte für alle Hemden gleichzeitig? Ob ich zwei Ärmel einsetze oder gleich vier oder sechs? Und wenn ich schon den Knopflochfuß einsetze und einstelle kann ich auch gleich alle Löcher runter rattern, oder nicht? Beim Stoffkauf ging der Plan noch auf. Beim Zuschnitt schon nicht mehr. Ein Hemd ist schon fertig, die anderen sind nicht einmal zugeschnitten. Und dieses eine Hemd ist ganz und gar uneffektiv in einer Abfolge von zuschneiden, nähen, zuschneiden, nähen… entstanden. Aber die Freude über das fertige, gut sitzende Hemd (mein Mann kann jetzt den obersten Knopf schließen, was bei Kaufhemden noch nie der Fall war) motiviert mehr weiter zu machen als es ein Stapel fertig zugeschnittener Teile könnte. Trotzdem werde ich wohl ein paar spontane kleinere Projekte zwischen schieben, bevor das nächste Hemd in Angriff genommen wird 🙂
    Liebe Grüße Metti (bisher still mitlesend, aber oft schon inspiriert von deinen Posts)

    • Ahahaha, liebe Metti, das würde mir ganz genauso gehen! Ich wünsche Dir viel Durchhaltevermögen und auch trotzdem viel Spaß bei Deinem Megaprojekt:-) Ich freu mich sehr, dass Du aus dem stillen Mitlesen heraus mal „Hallo“ gesagt hast:-) Schön, dass Du da bist! Liebste Grüße, Selmin

  5. Multiprojekte all the way! Ich liebe es, mehrere Projekte nebenher abzuarbeiten. Voraussetzung ist immer, dass sich alle mit hellen oder dunklem Garn nähen lassen, umfädeln zwischendrin ist nicht. Ich liebe es, wenn ich erst viele Teile zusammen nähe, dann bügeln gehe, und dann weitermache. Dadurch werden viele Teile ratzfatz auf einen Schlag fertig. Und beim Zuschnitt gehe ich auch so vor, teils auch zeitlich versetzt, aber dann habe ich immer etwas unter der Nadel, bei dem ich die anderen Teile dann quasi auch in einem Schritt nähen kann. Dadurch bin ich auch relativ schnell. Aber Effizienz ist auch sehr wichtig in der Ausbildung, Zeit bleibt leider nach wie vor auch Geld.

    • Liebe Jenny, das klingt nach einem sehr effizienten Ansatz…cool, dass Du das so kannst! Und klar, wenn es wichtig ist, ruck zuck auch tatsächlich Dinge abzuarbeiten, ist es sinnvoll. Danke für den Tipp mit dem Garn, das ist tatsächlich ein guter Zeitsparer….

  6. Bei mir ist es so dass mich die Vorfreude auf ein fertiges Nähprojekt immer ganz hippelig macht.Ich stelle mir dann vor wie toll es sitzen wird und freue mich darauf es in meinen Blog zu stellen um zu erfahren wie andere Nähbegeisterte es finden werden. Schnittmuster sind nicht der Part bei dem ich mich entspannen kann…das dauert mir eher alles zu lange.Du hörst schon Geduld ist nicht gerade meine Stärke wenn es an die Schnittmuster geht. Ich vergesse die Welt um mich herum ,wenn alles zugeschnitten ist und mein Maschinchen summt.Da vergesse ich manchmal glatt ,dass ich auch noch einen Job habe und früh aufstehen müsste .
    Mehrere Projekte gleichzeitig vorbereiten ..na ja das gab es natürlich auch schon.In den Zeiten kurz vor Ostern und Weihnachten sind fast immer Geschenkideen auf meiner To do Liste und wenn es gleiche Projekte sind dann schneide ich schon mal 2-3 zu um sie dann ratz fatz fertig zu nähen. Für mich ist die Methode ein Projekt nach dem anderen anzugehen die bevorzugte .

    LG. Iris

  7. Liebe Selmin,

    genau so einen Plan habe ich auch mal versucht. Bei einem spontanen Nähtreff erzählte mir eine Hobbyschneiderin, dass sie immer gleich ein paar Projekte zuschneidet und dann das lästige hinter sich gebracht hat und so voller Freude endlich schnell viele Projekte nähen kann.
    Klang für mich auch alles so toll und nachvollziehbar – also ran an den Stoff und die Schnittmuster. Und dann ging es mir so wie Dir – da hingen also die 5 zugeschnitten Kleidungstücke und warteten auf die Vollendung. Alles sträubte sich. Das war ja auf einmal ein riesen Berg Arbeit, der da vor mir lag – und nicht wie sonst ein Hobby, das ich besonders wegen seiner Hobbyhaftigtigkeit so gerne mag. Alle habe ich nicht beendet – eins hängt noch so halb fertig am Kleiderbügel und mahnt, dass es doch nun schon lange genug gewartet hat, endlich ein fertiges Kleid zu werden. Sechs Monate höre ich es jetzt schon rufen. Es ist auch etwas traurig, weil viele andere Kleidungsstücke schon vor ihm beendet wurden. Ich werde es sicherlich auch zu Ende bringen. Morgen, oder nächste Woche – aber ganz sicher noch vor dem kommenden Winter. Bestimmt!

    Liebe Grüße
    Nadine, die wieder zu ihrer leicht chaotischen, aber viel beglückenderen Methode zurückgekehrt ist. Und einfach wieder nur Projekt für Projekt startet, mal was einschiebt, mal was unbeendet lässt, aber immer mit viel Freude dabei ist.

    • Liebe Nadine, ja, lustig, wie es bei manchen passt und bei anderen wiederum der komplett falsche Ansatz ist. Das wichtigste ist halt tatsächlich der Spaß, bei welcher Methode auch immer:-) Vielleicht passt der nächste 12 Letters of handmade Fashion Buchstabe ja auch zu Deinem Langzeitkleid:-) Liebste Grüße, Selmin

  8. Sehr interessant, mir gehts nämlich genauso! Vor Monaten habe ich mal drei oder vier Projekte zugeschnitten, und eins davon liegt immer noch herum und ich habe keine lust darauf, einfach weil es so „alt“ ist und der Reiz dadurch abhanden gekommen ist. Ich mache es nun wie vorher: Schnitte sammeln, und wenn ich was nähen möchte schauen, was davon grad Sinn macht, Stoff dazu bestellen und loslegen. Repeat.

  9. Liebe Selmin, danke für Deinen wie immer sehr unterhaltenen, informationen Einblick in Deine Nähseelen-Leben! Ich optimiere auch immer wieder am Nähablauf herum, allerdings stehen bei mir die Vorzeichen so, dass ich oft nur wirklich z.B. 2 mal die Woche ein Stündchen tatsächliche Nähzeit habe, in denen ich auch noch den Küchentisch freiräumen und die Nähmaschine aufbauen muss. Für diese kostbaren Zeitfenster (kein Moment ist besser als ein anderer!) muss alles vorbereitet sein. Deshalb schneide ich immer ein paar Projekte im Vorfeld zu, damit ich eben dann auch wirklich direkt loslegen kann. Meist schlummert ein schwierigeres/aufwändigeres Projekt und ein eher einfaches. Und je nach Zeitfenster und Uhrzeit greife ich zum einen oder anderen. Da muss dann auch die Anleitung parat liegen und die Stelle gekennzeichnet sein, wo ich zuletzt stehengeblieben bin 🙂 Irgendwann werden hoffentlich andere Nähzeiten kommen, aber bis dahin opimiere ich die Möglichkeiten, die ich habe.
    Liebste Grüße an Dich! Karin

  10. Wow, liebe Katrin, ich finde es sehr toll, dass Du Dir auf diese Art trotzdem die Zeit zum Nähen schaffst. Total bemerkenswert. Und klar, es muss nicht immer ein ganzer Nähnachmittag sein. Ein in halben Stunde vorbereiteter Abnäher ist nämlich immer noch besser als ein Teil, das in der Kiste verstaubt, weil man noch nicht DEN freien Nachmittag zum Fertignähen gefunden hat. Auch kleinere Nähepisoden führen irgendwann zu einem fertigen Stück! Wünsche Dir noch viele effiziente und trotzdem spaßige Nähstündchen! Liebste Grüße, Selmin

  11. Hallo Selmin!
    Vielen Dank für diesen ehrlichen Einblick in Dein NähLeben!
    Ich wäre auch gerne organisiert und strukturiert bei meinen Nähprojekten. Aber bei allen guten Vorsätzen und Planungen kam mir bisher immer das Leben dazwischen :-). Seitdem versuche ich es lockerer anzugehen und das zu machen, was ich gerade möchte und in meinen Tag passt. Funktioniert auch. Egal ob geplant oder nicht. Nähen macht immer glücklich :-).
    Liebe Grüße, Désirée

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