Stoffe Vorwaschen – Ein kleiner Appell an uns Ungeduldige

Stoffe vorwaschen - Tweed and Greet

Wisst ihr, wenn ich Stoffe kaufe, dann läuft der Monologmodus in meinem Kopf auf Hochtouren: ‚Ah, da ist er ja! Der ist perfekt für das Etuikleid von Tilly. Hmm, knittert der?  Glaub nicht. Und wenn, schau mal der ist so schön, dann bügel ich den halt ganz oft.‘ Zack. Schon ist er im Einkaufskorb. ‚Oooh, der ist auch schön. Schau mal die Farbe. Blaue Streifen. So einen habt ihr schon immer gesucht, er passt super zum Pulloverschnitt der mir schon die ganze Zeit vorschwebt. Hmm, okay, was soll’s.‘ Zack. Auf dem Weg nach Hause, sitze ich in Gedanken schon an meiner Nähmaschine, die fröhlich vor sich hinrattert und hab‘ alle Teile fertig genäht.

Ich tue es leider nur in Gedanken. Denn in meiner Wirklichkeit fehlen bis zum ersten Stich ja ein paar wesentliche Schritte. Zu aller erst: das Vorwaschen. Für mich das Ödeste überhaupt. Wer hat eigentlich das Vorwaschen erfunden? Beim Bügeln und Zuschneiden tue ich zumindest aktiv etwas und sehe kleine Fortschritte. Waschen hingegen bedeutet für mich immer nur Wartezeit, an deren Ende ich einen Klumpen verfransten Stoffes aus der Maschine hole, den ich erstmal wieder mühevoll zurechtlegen muss. Aber Jungs (lesen hier eigentlich welche mit?) und Mädels, es nützt alles nix, was muss das muss.

Auch wenn ich jemand bin, der lästige Arbeit einfach gern mal überspringt: ‚Oh Falte eingenäht. Sieht man das? Och, nöö, ich bügel’s noch ein Bisschen glatt, dann ist gut.‘ Das Vorwaschen ist eine  Sache, von der ich nicht mehr abweiche. Ich überliste meinen Unmut, indem ich die Stoffe direkt nach dem Ankommen von meinem Shoppingtrip in die Waschmaschine stecke. Während der Stoff gewaschen wird, kopiere ich meist schonmal den Schnitt. Das gibt mir das Gefühl produktiv zu sein.

Die Gründe für’s Waschen zähle ich euch jetzt gern einmal auf. Viele von Euch, die schon länger nähen kennen sie bereits, aber auch ich brauche immer wieder eine Rückbesinnung es auch wirklich zu tun:

1. Schutz vor dem Einlaufen der Kleidung

Gerade Baumwollstoffe gehen nach dem Waschen noch ca. 30 % ein. Wenn ihr den Stoff vorher wascht arbeitet ihr mit der geschrumpften Größe und müsst euch danach keine Sorgen mehr machen. Was nützt ein wunderschön genähtes Kleid, an dem wir vielleicht mehrere Tage genäht haben und das nach einmaligem Waschen nicht mehr passt, weil es eingegangen ist? Mir ist das schon passiert, weil ich so super ungeduldig war. Das Kleid war nach dem Waschen komplett verzogen und verbeult.

2. Überprüfung der Farbechtheit

Ich habe es gerade erst selbst an einem Stoff erfahren. Erinnert ihr euch an den schwarz-bunt gesprenkelten Stoff aus Oxford, mit dem ich ein Bettine Kleid von Tilly nähen wollte?

Nähprojekt Tweed and Greet

Tja, nach dem Waschen des Stoffes, hat das Schwarz so über die bunten Sprenkel gefärbt, dass der Stoff jetzt einfach nur vergraut ist, und die vormals leuchtenden Sprenkel gräulich verwaschen aussehen. Richtig bäh.

Stoff waschen

Klar, es hat mich tierisch geärgert, weil ich daraus nichts mehr nähen werde, höchstens, wenn ich mal etwas ausprobieren möchte. Aber hätte ich den Stoff nicht direkt, sondern erst nach dem Nähen gewaschen, hätte ich nicht nur Geld aus dem Fenster geschmissen, sondern auch meine ganze Arbeit die ich dafür investiert hatte.

3. Hygiene

Ich kaufe oft Stoffe von Stoffmärkten. Da weiß ich eigentlich gar nicht, wo die Stoffe schon wie lange lagern und auf den Wühltischen kommen Sie mit Staub, Schmutz und allen möglichen Bakterien in Berührung. Eigentlich ganz schön eklig. Bei Stoffen, die ich im Laden oder online kaufe weiß ich das eigentlich auch nie wirklich. Hinzu kommt, dass viele Stoffe ja auch chemisch behandelt werden, um sie z.B. vor Motten zu schützen. Gerade bei Kleidung, die wir oft direkt auf der nackten Haut tragen, sollten wir sicherstellen, dass wir sie von möglichen Schadstoffen befreit haben.

Was nicht zu unterschätzen ist, auch bei Stoffen für Taschen, die ja eigentlich später kaum noch gewaschen werden: Wir bearbeiten Stoff mit den Händen. Die Schadstoffe kommen direkt bei der Verarbeitung mit ihnen in Verbindung und werden von ihnen weitergetragen. Ich glaube, gerade wenn man viel näht, ist das ein Aspekt, den man nicht außer Acht lassen sollte.

Die Stoffe wasche ich vorher bei solchen Temperaturen, die ich auch für die fertigen Kleidungsstücke später anwenden werde. Aufpassen solltet ihr beim Waschen von Wolle, Seide und auch Samt! Ich habe zu den Anfängen meiner Nähkarriere einfach mal Samt unbedacht in die Waschmaschine geschmissen. Der schöne schwere Stoff war kaputt. Er liegt heute noch in meinem Nähregal, weil ich es nicht übers Herz bringe ihn wegzuschmeissen, die schöne Struktur ist platt und es ist auch nicht mehr wiederzubeleben. Es sieht aus wie Pannesamt, das man gern mal für Karnevalskostüme benutzt. Wer einen Tipp hat, was ich mit kaputtem braunen Samt noch anstellen kann, dem bin ich sehr dankbar.

Ich habe noch nie mit reiner Wolle oder Seide genäht. Aber meine Kleidungsstücke aus diesem Material wasche ich kalt mit der Hand und ein Bisschen Shampoo, ohne sie zu schrubben und auszuwringen. Ich lege sie nach dem Waschen flach in die Badewanne, bis es nicht mehr tropft und lege sie dann vorsichtig auf einen Wäschetrockner ohne sie zu hängen. Kompliziertes Verfahren wie ich finde, deswegen nähe ich damit auch nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, bringt solche Stoffe vielleicht vorab in die Reinigung? Wie macht ihr das?

Es gibt auch Leute, die die Stoffkanten vor dem Waschen im Stoffbruch zusammenfalten und sie mit einem Zickzack-Stich versäubern, damit sie beim Waschen nicht ausfransen, was mir auch oft passiert. Ich finde das eine sehr gute Idee. Aber ich habe es bisher nie gemacht, weil ich die Geduld dazu nicht habe. Stoffe die groß zum Ausfransen neigen lege ich in einen alten Kopfkissenbezug, um zu verhindern, dass sie sich in der Trommel groß verheddern. Auch die Schleuderstärke stelle ich je nach Stoff niedriger, zum Beispiel bei 800 ein. Um kein Wasser unnötig zu verschwenden, kombiniere ich meine Stoffwäsche mit der üblichen Wäsche, die in der jeweiligen Woche ansteht.

Ach, es ist eigentlich so selbstverständlich, dass man Stoffe vorwaschen sollte, wie Obst und Gemüse, das vor dem Zubereiten ja auch geschrubbt wird. Aber die Ungeduld kann schonmal verleiten. Ihr Lieben, ich würde gern mal wissen, wie ihr das so handhabt? Wascht ihr eure Stoffe vor? Wenn nicht, warum? Wie überlistet ihr Eure Waschfaulheit? Oder gibt es die bei Euch gar nicht und es ist ein Phänomen, das nur bei mir existiert?

Liebste Grüße, eure Selmin

Veröffentlicht von Selmin von Tweed & Greet

Hello, nice to meet you! Ich bin Selmin. Vor zwei Jahren habe ich meine Liebe zum Nähen entdeckt und genieße seitdem immer wieder das Gefühl, am Ende eines Nähprojektes dieses einzigartige Stück in den Händen zu halten. Es ist ein ganz besonderer "Oh hello!"-Moment, wenn mich mein Werk in seiner Vollständigkeit begrüsst und ich weiß, dass ich für genau diesen Moment gearbeitet habe. Ich möchte in diesem Blog meine Projekte mit euch teilen und alles was mich zu diesen Projekten inspiriert: Schöne hochwertige Stoffe, besonderes handwerkliches Design aus dem Bereich Fashion und Lifestyle. Da ich selbst noch im Lernprozess bin, kenne ich viele Anfängerfehler und möchte vor allem auch Leuten, die erst seit kurzer Zeit "hello to handmade fashion" gesagt haben, eine Lernplattform bieten. Ich wünsche Euch viel Spaß und freue mich sehr über Feedback und Austausch.

17 Kommentare

  1. Hallo Selmin,
    ich bin ganz ehrlich am Anfang als ich mit dem Nähen begonnen habe, habe ich keinen Stoff vorgewaschen. Habe da aber eigentlich nur Täschchen genäht, die eh nicht in die Waschmaschine kommen oder ganz selten, also ist mir da auch nie was passiert.
    Als ich dann mit dem Kleidung nähen angefangen habe, habe ich dass das erste Mal gehört und sofort damit begonnen. Als erstes habe ich meinen kompletten Stoffschrank durchgewaschen, alle Stoffe. Sobald ich neue gekauft habe wurden die sofort in die Waschmaschine gesteckt, bevor sie in den Schrank kamen. So war sicher das alles Stoffe im Schrank bereits vorgewaschen sind. Ab und zu wasche ich welche mit der normalen Wäsche mit, wenn ich mehr gekauft habe stecke ich sie zusammen in die Maschine und mache das Kurzprogramm bei 30°C, das dauert bei mir 15 Minuten und hat bis jetzt immer gereicht. Wichtig finde ich es auch, die Punkte die du aufgelistet hast zeigen das!

    Den einen Tag der einen da fürs Nähen verloren geht, muss man leider in Kauf nehmen, auch wenn das manchmal sehr schwer fällt.

    Lieben Gruß
    NähKäthe

  2. Hallo Selmin,
    Danke für diesen Beitrag! Auch ich wasche alle meine Stoffe bevor sie in meinen Stoffschrank oder auf den Zuschneideboden wandern – ganz besonders Bekleidungsstoffe. Bei Taschenstoffen mache ich ab und an eine Ausnahme… Eigentlich nehme ich mir vor, die auch zu waschen, aber da ich die getrennt lagere, fällt das auch mal hinten runter. Wasche ich Baumwollstoffe versäubere ich die geschnittenen Kanten mit der Overlock, ich mag diese Fransen nachher nicht. Grundsätzliche trenne ich meine komplette Wäsche in bunt (ganz besonders rot – immer immer getrennt von den anderen), weiß und dunkel. Wenn ich dann Stoffe nach Hause bringe, wandern die Stoffe mit einem Teil der Klamotten in die Maschine. Und dann hängen die schönen neuen Stoffe neben den Klamotten auf der Leine – ein toller Anblick. Wenn ich ungeduldig bin, bügele ich die Stoffe sogar trocken um anfangen zu können 😉

    GLG Dominique

  3. Ein toller Post, liebe Selmin (: Wie schon bei Instagram geschrieben, wasche ich selten vor, sondern bügle die meisten Stoffe kräftig mit Dampf ab. Baumwollstoffe versuche ich direkt nach dem Kauf zu waschen. Ein Tipp fürs erste Waschen mehrfarbiger Stoffe (so schade, das Vergrauen deines Stoffes!): Farbfangtücher mit in die Maschine geben, dadurch wird die überschüssige Farbe aufgenommen. Und Wolle und Seide wäscht man eigentlich nicht vor, da beides nicht eingeht und später eh nur von Hand gewaschen oder gereinigt wird. Einzige Ausnahme: kräftigere (Dupion)Seide kann man später bei 30 Grad in der Maschine waschen, wenn man das auch beim Vorwaschen tut. Na dann – fröhliches Nähen! Ich freue mich auf ein paar herbstliche Projekte (:

  4. Liebe Selmin,
    danke für diesen Post, er weckt direkt den dringenden Wunsch, die noch nicht gewaschenen Stoffe in die Maschine zu packen ^^ Aber es ist ja wie mit neu gekaufter Kleidung, man weiß wirklich nicht, wo die Stoffe überall schon waren.
    Am Anfang habe ich das mit dem Waschen nicht so genau genommen, außer bei einzelnen Stoffen, die stark einlaufen. Inzwischen versuche ich alle direkt mit der normalen Wäsche zu waschen, sobald ich sie gekauft habe. Dann bin ich sowieso noch am Überlegen, was am Ende daraus werden soll, ich kann die Schnittmuster durchsuchen und auch nochmal meine Meinung ändern. (Allerdings schleicht sich auch mal ein Stoff mit ins Regal, der dann lange darauf wartet..)
    Aber es ist definitiv ein
    Liebe Grüße
    Caroline

  5. Ach Du Schande, liebe Selmin – das ist ja der richtige Beitrag für mich Ungeduldshasen. Gut, dass ich bisher keine Kleidung genäht habe, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich die Stoffe für meine kleinen Täschchen nicht vorher gewaschen hatte (mmmmh, ich fühle mich jetzt schlecht). Ab jetzt wird alles gewaschen und gebügelt – auch wenn ich damit einige Spontanprojekte wohl abhaken muss 🙂 Liebe Grüße und eine dicke Umarmung, Fee

  6. Ein interessanter Beitrag. 😉
    Bei meinen ersten Nähprojekten fand ich das Vorwaschen der Stoffe auch wirklich lästig. Es hat mich sehr geärgert, weil ich nicht warten wollte. Die fehlende Geduld, wir alle kennen das,nicht wahr?

    Irgendwann habe ich dann begonnen, dass mit unserem (damals 1 1/2 jährigen) Sohn zu machen. Er durfte die Stoffe in die Trommel legen, das Programm einstellen und die Waschmaschine starten. Anschließend saßen wir dann noch immer eine Weile vor der Maschine und haben zugesehen, was in der Maschine passiert. Für den Zwerg war es super spannend und er hat sich immer total auf das Stoffe waschen gefreut. 😉

    Auch beim Aufhängen hat er (versucht) zu helfen. Das hat leider nicht ganz so gut geklappt – aber: Der Wille zählt. 😉 Wir haben in der Zeit auf jeden Fall jede Menge Spaß gehabt. Mittlerweile ist das ganze leider nicht mehr so interessant für den Kleinen. Wie das so ist. *g*

    Mir ist übrigens tatsächlich mal ein vorgewaschener Stoff im nachhinein noch so stark „ausgeblutet“, dass er mir ein ganzes Projekt (fast) versaut hat (Der Zuschnitt war 5cm5cm groß).

    Liebe Grüße,
    Anja

  7. Hallo liebe Betül, ja, stimmt, Baumwolle ist schwer zu bügeln. Ich bügle den Stoff so faltenfrei wie möglich mit viel Dampf und schneide danach einfach zu. Wichtig ist ja nur, dass der Stoff nicht zu krisselig ist und Du somit genau zuschneiden kannst. Zwischen den einzelnen Schritten, bügle ich auch immer wieder die Nähte glatt und zum Schluss das fertige Teil. Das reicht dann aber auch meist, damit es ordentlich aussieht. Ich weiß nicht, mit was für einem Bügeleisen Du bügelst, aber wenn es Dir sehr wichtig ist, könntest Du villeicht über ein Dampfbügeleisen mit viel Power nachdenken. LG, Selmin

  8. Ich wasche aus hygienischen Gründen jeden Stoff zweimal vor, und zwar bei der höchsten möglichen Temperatur im Langprogramm. Ein Sachverständiger für Schadstoffe hat mir diesen Tip gegeben, da er meinte, dass sich viele Giftstoffe erst bei hoher Temperatur und längerer Waschzeit nach teilweise erst 3-4 Wäschen auswaschen. Und unsere Stoffe haben ja bei Kauf oft schon eine lange Reise hinter sich, wurden gegen Schädlinge begast etc. Als Laie ist einem das ja oft gar nicht so bewusst. Auch Kaufklamotten wandern erst zweimal in die Maschine, bevor ich sie trage.

    • Oh wow,das hört sich ja wirklich an als bräuchte man einen mega geduldsfaden o.O
      Weißt du denn etwas über den Schuss Essig der zum einen die Farbe fixieren soll, zum anderen alle möglichen Partikel aus den Fasern löst? Vll muss man dann nicht so lange und so heiß waschen….

      Finde den Post der Interessant und mit dem Meinungen sehr aufschlussreich!!!
      LG Tini

  9. Ein wirklich interessanter Post 🙂 Ich muss gestehen, ich habe auch nicht immer alle Stoffe vorgewaschen. Meistens wurden aber auch nur kleine Täschchen daraus genäht. Für größere Projekte (besonders Patchwork) wasche ich aber vor und damit ich bei meinem bunten Vorrat den Unterschied sehen kann, versäubere ich vor dem Waschen mit großem Zick-Zack-Stich alle Kanten. Danach geht es sofort in die Maschine mit normalem Waschmittel und höchstmöglicher Temperatur. Bei stark farbigen Stoffen kommt in das letzte Spülwasser ein Schuß Essig, um das Ausfärben zu verhindern.
    Bisher hat dies auch ganz gut geklappt. Falls mal ein Stoff sehr ausbluten sollte, merke ich dass somit vor dem Verarbeiten. So vermeide ichauch damit, dass eine aufwändige Arbeit dann bei der nächsten Wäsche verdorben wird.

  10. Als ich gerade ein wenig auf deinem Blog herumgeklickt habe, bin ich bei diesem Beitrag gelandet, zu dem ich etwas sagen möchte.
    Ich habe es noch nie erlebt, das BWstoff 30% einläuft; 10% sind (maximal) realistisch, wenn der Stoff Elasthan oder eine andere dehnbare Faser enthält, evtl. mehr.
    Bei Jersey, der sich ja gern mal verzieht, ist es auch hilfreich, vor dem Waschen die Schnittkanten zusammenzunähen. Das hält das Stoffstück etwas in Form und, wenn es größer ist, erleichtert es auch das Aufhängen zum trocknen.
    Dunkle Stoffe aus BW und Leinen neigen dazu, nach dem Waschen helle Knitterstreifen zu haben, die nicht mehr zu entfernen sind. Das kann auch bei hochwertigen Stoffen passieren. Wenn man vor dem Waschen in der Maschine den Stoff einige Stunden/über Nacht in kaltes Wasser legt (ich mache das meist in der Badewanne, da ist viel Platz) damit die Fasern sich vollsaugen und aufquellen können, kann man die hellen Streifen komplett verhindern. Der Tipp stammt von einem Stoffhändler; ich habe es schon oft so gemacht und nie mehr Probleme gehabt.
    Ich hoffe, ich konnte zu deinem Thema ein wenig beitragen.
    LG
    Siebensachen

  11. Pingback: 101 Tipps zum Nähen lernen: Ausstattung, Stoffkunde, Schnittmuster & Co. | Kreativlabor Berlin

  12. Bisher habe ich noch nie einen Stoff vorgewaschen. Allerdings habe ich immer gebügelt. Jetzt habe ich für mein aller erstes Kleid was ich mir selbst nähen möchte einen Viskosestoff gekauft und die Verkäuferin meinte UNBEDINGT vorwaschen. Als ich zuhause war kam mir der Gedanke, dass der Stoff doch total ausfranst. Also bin ich auf Online-Suche gegangen um mir Tipps zu holen. Dabei bin ich auf deinen Beitrag gestoßen und ich muss sagen, du hast mir geholfen.
    Jetzt muss ich nur noch rausfinden wie ich den Stoff waschen darf (30°C oder 40°C oder doch lieber kalt)? Wie machst du das denn beim Stoffkauf. Fragst du nach, wie der gewaschen werden kann oder machst du auf gut Glück?

  13. Hi, wegen dem braunen Samt wär’s: Bei mir hat es immer geklappt mit dem Waschen, allerdings habe ich ihn immer im Wäschetrockner getrocknet. Dann wird es was 🙂

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