Tipps zur Garnauswahl & Co. – Nähen lernen für Anfänger

Welches Nähgarn nehme ich für welches Nähprojekt? Diese Frage habe ich mir zu Anfang meiner Nähprojekte oft gestellt. 

Die richtige Garnqualität

Bei der Auswahl der Garne solltet ihr von Anfang an auf eine gute Qualität achten. Meine erste Garnausstattung war ein Garnkomplettset vom Discounter. Für die ersten Nähversuche hat es gereicht, aber auch da ärgerte ich mich sehr oft über reißendes Garn während des Nähvorgangs. Den Unterschied merkte ich erst, als ich in bessere Garne z.B. von Gütermann oder Mettler investierte.

Baumwollgarn verwenden oder Polyestergarn?

Polyestergarn

Polyestergarn ist das gängigste Allzweckgarn und wird auch als Allesnäher bezeichnet. Es ist unkompliziert und wird in vielen bunten Farben angeboten. Polyestergarn schrumpft nicht beim Waschen oder Bügeln und ist reißfest. Man kann es für alle elastischen und unelastischen Stoffe wie z.B. Jersey und Baumwolle, aber auch Samt, Chiffon und Seide nutzen.

Baumwollgarn:

Baumwollgarn ist nicht elastisch und sollte auch nur für unelastische Stoffe wie Baumwolle oder Leinen verwendet werden. Weil es nicht dehnbar ist, reisst es schneller. Anders als Polyestergarn, kann man Baumwollgarn mit Textilfarben nachträglich färben.

Welche Garnstärke ist die richtige?

Die Auswahl des richtigen Garns ist abhängig davon, was für ein Nähprojekt ihr starten möchtet. Dickere Stoffe sollten nicht mit dünnem Baumwoll- oder Seidengarn genäht werden, damit es nicht reißt. Dünnere Stoffe näht man mit dünnem Garn. Das klingt jetzt für’s erste wunderbar logisch. Tatsächlich habe ich am Anfang mal versucht, mit Jeansnähgarn (ich wusste damals nicht, dass es Jeansnähgarn ist) ein Oberteil aus Crêpe zu nähen. Es klappte, aber der Stoff wellte sich und an Versäubern der Naht war nicht zu denken, weil das Garn einfach viel zu dick war und den dünnen Stoff quasi fraß. Der wichtige Zusammenhang zwischen Garn- und Stoffdicke wurde mir leider erst später klar.

 

Habt ihr noch weitere Tipps? Schreibt sie mir doch einfach im Kommentar!

Ihr wollt noch mehr lernen? Hier gibt es noch weitere Anleitungen zu den Themen

 

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8 Kommentare

  1. Antworten

    Anonymous

    30. Juli 2017

    Jetzt weiß ich aber immer noch nicht ,ob ich 40,0der 50 Garn verwenden soll für normal.welches ist stärker?

  2. Antworten

    karin Schell

    31. Juli 2017

    Also grundsätzlich ist 40er Garn stärker als 50er Garn, da die Feinheit des Garnes als Quotient von Gewicht und Länge angegeben wird. Diese Garnstäken finden sich eher bei Baumwollgarn, von dem ich aber ebenso abraten würde, wie der Artikel oben es schon schön beschrieben hat, wenn nicht gerade ein Kleidungsstück genäht wird, das später eingefärbt werden soll. In anderen Fällen hat Baumwollgarn kaum noch eine Daseinsberechtigung, da es schneller reißt, nicht lichtecht ist und mit dem Alter brüchig wird. Ein (gutes) Polyestergarn kann zudem viel feiner sein, bei gleicher Reißfestigkeit und drückt sich dadurch beim Bügeln nicht durch. Da ist dann aber 120er Garn die Norm, für Jeans oder sonst stabilere Nähte kann ein 60er-80er Garn genommen werden, für Leder ein 30er-50er Garn.

    • Antworten

      Selmin von Tweed & Greet

      31. Juli 2017

      Danke für die schöne Erklärung! Liebe Grüße, Selmin

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