Rückblick: Mein Jahr ohne Kleider Shopping – Sinn und Sinnlichkeit des Selbernähens

Selber Nähen statt shoppen - Ein Rückblick über mein Jahr ohne shopping

Im Sommer 2016  hatte ich gerade eine große Ausmistaktion meines Kleiderschrankes hinter mir und anstatt mich danach befreit zu fühlen, wie in so vielen Erfahrungsberichten gelesen, fühlte ich mich danach eher elend und war wütend auf mich, all die Jahre diese Klamottenberge angesammelt zu haben. Ich fühlte mich übersättigt von Kleidung. Zudem hatte ich ein schlechtes Gewissen wegen meiner großen Stoffsammlung und hatte das Gefühl manchmal viel zu unreflektiert vor mich hinzunähen. Trotzdem liebe ich Mode und weiterhin war da diese Lust, mich mit Kleidung auseinanderzusetzen, neue Schnittmuster auszuprobieren und Stoffe zu entdecken. Mein Drang, meine Nähkenntnisse nach vorn zu bringen, war ungebrochen. Meine Kleidung selbst zu nähen und all die damit verbundenen Aktivitäten sind ein Teil von mir, den ich weiterhin ohne schlechtes Gewissen ausleben wollte.  So saß ich vor ziemlich genau einem Jahr auf der Couch und stellte mich der Herausforderung, 2017 zumindest keine Kleidungsstücke mehr neu zu kaufen, sondern nur noch alles selbstzunähen.  Selber nähen statt Shoppen. Das war die neue Devise.

Aber konnte so ein Jahr überhaupt herausfordernd für mich werden? Durch das Selbernähen, hatte sich in der Vergangenheit mein Kaufverhalten von Kleidung bereits drastisch geändert, auch darüber habe ich bereits geschrieben, denn dieses Thema beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Shoppingtouren endeten großteils damit, dass ich mit leeren Tüten aber einem Kopf voller neuer Ideen nach Hause kam, zusammen mit der großen Lust, mich an die Nähmaschine zu setzen. Die Anzahl von gekauften Stücken hatte sich meinem fünften Jahr an der Nähmaschine auf ein paar wenige Teile reduziert. Und auch als ich anderen Leuten von meiner Challenge erzählte, bekam ich oft eher unbeeindruckte Sätze wie: „Ach cool, aber ist ja für Dich eigentlich keine Herausforderung, Du kannst dir ja jetzt schon so viel selbst nähen.“ Das stimmte. Was für Herausforderungen und Veränderungen konnte mir dieses Jahr also überhaupt bringen? Ich musste also etwas tiefer in mich hinein hören, als jemand, der noch ganz am Anfang seiner Nähkenntnisse steht.

Selber Nähen statt shoppen - Ein Rückblick über mein Jahr ohne shopping

Reflektion meines Kleidungsbedarfs

Ich schaute mir meinen Kleiderschrank einmal genauer an und die Teile, die mir dort fehlten. Am besten, ich würde mit Dingen starten, die ich wirklich brauche. Aber, mal Hand auf’s Herz, „brauchte“ ich denn wirklich noch etwas? Der Grundbedarf an Kleidung war schon lange gedeckt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten werde ich nicht hauptsächlich vom Gedanken gelenkt, ein Kleidungsstück zu kaufen, weil ich aus dem alten rausgewachsen bin. Ich brauche keine neue Hose, weil die alte durchgescheuert ist. Ich kaufe diese eine Jacke, weil sie in mir eine Begehrlichkeit geweckt hat. Weil mir bestimmte Details gefallen oder vielleicht auch weil ich sie an jemandem gesehen habe, den ich besonders toll finde. Weil sie mir eine bestimmte Haltung und ein besonderes Körpergefühl vermitteln soll. Weil eine neue Jahreszeit beginnt und ich meiner „alten“ Jacke überdrüssig bin. Ein komplett emotional gesteuerter Bedarf. Und, mal ganz nüchtern betrachtet, ein absolutes Privileg.

Ich konzentrierte ich mich also auf die Kleidungsstücke, die ich gerne trage: Gut sitzende Hosen, lässige Blusen, fließende Kleider, Jacken, die meine Outfits komplettieren. Allesamt Wohlfühlbegleiter im Alltag. Meine zukünftigen selbstgenähten Teile, sollten sich zu diesen Stücken nahtlos einfügen und meine Garderobe bereichern. Ich wollte viele Teile miteinander kombinieren können und mich gleichzeitig stilmäßig nicht groß einschränken – Bloß kein Stildilemma! Es sollte Platz für Experimente sein. Gleichzeitig lag die Herausforderung vor allem in der richtigen Schnitt- und Stoffauswahl. Eine selbstgenähte Bluse sollte nicht nur aussehen wie eine richtige Bluse, die Stoff- und Schnittkombination sollte sich am Ende am Körper richtig anfühlen.

Wertschätzung meiner Zeit

Während ich Kaufkleidung anprobieren und kurzfristig entscheiden kann, ob Stoff und Schnitt zu meinem Stil und meinen Gewohnheiten passen, habe ich bei selbstgenähten Stücken nur eine ungefähre Idee vom Endergebnis. Ich muss mich auf meine Erfahrung verlassen, wie der Stoff fallen und der Schnitt am Ende sitzen wird und mich Stück für Stück vorarbeiten. Das dauert seine Zeit, die ich mir dafür nehmen muss. Überhaupt, die Kostbarkeit der Zeit einmal wertschätzen: Während ich zuschneide, nähe, bügle oder versäume, kann ich nichts Anderes tun als mich auf dieses eine Werk vor mir zu konzentrieren. Wie lange brauche ich für eine Bluse, wie lange dauert ein einfaches Shirt? Das Auseinandersetzen mit meiner für’s Nähen aufwendbaren Zeit führte dieses Jahr verstärkt dazu, die Lust nach einem Kleidungsstück auch mal auszuhalten, wenn ich eben keine Zeit hatte, es zu nähen. Anstatt es sonst einfach zu kaufen. Manches ist dabei auch einfach in Vergessenheit geraten.

Selber Nähen statt shoppen - Ein Rückblick über mein Jahr ohne shopping

Wertschätzung von dem, was ich schon habe

Ein neuer Trenchcoat war auf meiner Liste im Jahr 2017 ganz oben. Gern hätte ich einen richtig gut sitzenden, knöchellangen Trenchcoat, der hochwertig verarbeitet ist. Einen mit einem richtig coolen Futterstoff und bei dem ich den Kragen bei Schmuddelwetter schön hochstellen kann. Einen der mich so richtig schön einhüllt und mich mit einem unnahbar coolen Flair umgibt, ihr wisst schon, so einen für’s Leben. Das Nähen eines Trenchcoats erfordert die sorgfältige Auswahl des Schnitt und Stoffes und das Auseinandersetzen mit der richtigen Verarbeitungstechnik. Im Idealfall das Nähen ein Probestückes. Ein Vorgang, für den ich mir dieses Jahr die Zeit nicht genommen habe. Seit sechs Jahren besitze ich einen knielangen Trenchcoat einer spanischen Fastfashion Marke. Er ist zwar mittlerweile schon in die Jahre gekommen und alles andere als hochwertig verarbeitet. Aber hey, ratet mal, wer mich in der Übergangszeit prima begleitet hat, ohne dass ich einen neuen Trenchcoat wirklich vermisst habe? Richtig, dieses alte Stück. Genauso wie mir zwei ältere Wintermäntel weiterhin wunderbare Dienste durch die kalte Jahreszeit leisten. Auch ein Basicstück, wie mein vor ein paar Jahren gekaufter schwarzer Rolli lässt mich selten im Stich.

Besinnung auf den Sinn und Sinnlichkeit des Selbernähens

Beim Zuschneiden des Stoffes einmal bewusst dem Knistern des Stoffes zwischen den Schneideblättern der Schere lauschen. Wahrnehmen, wie sich nach einer halben Stunde Zuschnitt auf dem Fußboden meine Knie anfühlen. Den Hunger spüren, der sich nach ein paar Stunden fokussiertem Nähen irgendwann einschleicht und die damit verbundene Unkonzentriertheit. Bei Nähaktionen bis tief in die Nacht den noch rauchenden Kopf wohlverdient in das weiche Kissen legen oder in den ruhigen Morgenstunden des Wochenendes mit taufrischem Geist die ersten Stiche genießen. Nach einer Woche Prokastination, die Freude darüber genießen, dass sich die Knöpfe der Bluse doch eigentlich ruck zuck annähen ließen.

Das Nähen eines Kleidungsstückes ist ein sinnlicher Vorgang, den ich im ganzen Körper spüre, bevor ich das Kleidungstück später an meinem Körper trage.

Mir einfach mal klar machen, das ich dieses Gefühl, nie haben werde, wenn ich mir ein ganzes Paket mit Fast Fashion Teilen mit einem Fingerschnipser nach Hause bestelle oder meine vollen Tüten von der Shoppingmeile erst einmal achtlos hinter die Eingangstür stelle, um danach mit meinem Alltag weiterzumachen.

Herausfinden, was ich wirklich trage

Auch letztes Jahr habe ich wieder viele Teile genäht und herumexperimentiert. Aber es fühlte sich viel reflektierter an: Ich habe meine Stoffvorräte bewusst reduziert und bin beim Neukauf von Stoffen mit dem Anspruch herangegangen, meine Garderobe zu ergänzen und mich nicht einfach der Verzauberung eines Musters oder Stoffgefühls hinzugeben. Bei Schnitten habe ich mich dieses Jahr besonders auf lässige Blusenschnitte und -kleider konzentriert, dabei sind Lieblinge entstanden, wie mein Kalle Shirt, meine Holzfällerbluse oder das Reeta Dress von named. Der fließende Stoff und Schnitt sind eine besonders schöne Kombination, die ich das ganze Jahr über – im Winter mit einem Pulli drunter – getragen habe. Bei anderen Teilen wollte ich experimentieren und habe dabei auch daneben gegriffen, wie bei der Culotte, bei der sich der Stoff einfach als zu fest für den Schnitt herausgestellt hat. Aber auch mein rosa Sweater aus Babycord hat sich im Alltag nicht wirklich als gemütlich zu tragen erwiesen. Aber ich brauchte diese Fehler und Erfahrung, um sie beim nächsten Mal nicht mehr zu machen. Und um zu merken, in welcher Art von Kleidung ich mich wohlfühle und in welcher eben nicht.

Und wie geht’s dieses Jahr weiter?

Stürze ich mich jetzt wild in den Kaufrausch? Ihr ahnt es: Nö. Ganz im Gegenteil. Noch nie hat sich meine Garderobe so komplett angefühlt, wie jetzt gerade zu diesem Zeitpunkt. Mit ein wenig Hochmut (oder Hochprozentigem) könnte ich jetzt glatt noch ein Jahr ohne shoppen UND nähen anhängen. Aber ich lasse die Kirche mal im Dorf. Momentan genieße ich Vollständigkeit meiner Garderobe einfach mal ganz zenmäßig und freue mich, euch im Laufe der nächsten Wochen meine restlichen Stücke des letzten Jahres zu zeigen. Bis es mich dann wieder in den Fingern juckt.

Aber ich mache mir Gedanken, wie ich meine Näherfahrungen dieses Jahr voranbringen kann und trotzdem weiterhin einen Mehrwert für meine Garderobe leiste. Allem voran steht das Nähen von Unterwäsche (dieses Jahr wirklich!). Ich habe im letzten Jahr keine Unterwäsche gekauft und gebe zu, dass sich dieser Teil meines Kleiderschrankes etwas (sehr!) vernachlässigt fühlt. Außerdem steht Sportzeug, (yeaaah, Äktif Wäär) auf dem Programm. Ich liebe das kleine Sportstudio, das sich im letzten Jahr immer mehr zu meinem zweiten Zuhause entwickelt hat und das ich auch dieses Jahr nicht missen möchte. Nach vielen unregelmäßigen Yogaerfahrungen in der Vergangenheit, möchte ich zudem dieses Jahr ernsthaft mit Yoga starten. Höchste Zeit also für ein paar passende Teile im Kleiderschrank.

Kleidung von der schnellen Stange zu kaufen, ist bei mir immer mehr in den Hintergrund gerückt. Trotzdem interessiert mich Mode und ich möchte mich dieses Jahr mehr mit besonderen oder nachhaltigen Konzepten beschäftigen. Das Thema Refashion ist außerdem immer noch eine Herzensangelegenheit. Ich bin so froh, dass ich dieses Jahr für mich durchgezogen habe. Dadurch habe ich mehr Achtsamkeit in meine Nähgewohnheiten gebracht, schätzen gelernt was ich habe und die Werte, die ich zu meiner Kleidung habe, klarer herausgestellt. Meine Gedanken sind geordnet und ich bin parat für ein weiteres Jahr voller sinnlicher Momente an der Nähmaschine. 2018, Du kannst kommen!

Ihr Hasen, wie sieht es bei Euch aus? Habt ihr Euch auch Gedanken gemacht, wie ihr dieses Nähjahr für Euch angehen wollt? Gibt es Herausforderungen auf dem Nähtisch, die Ihr dieses Jahr endlich meistern möchtet? Wer vielleicht insgeheim auch mit dem Gedanken spielt, sich 2018 eine Shoppingpause zu gönnen und nur noch auf den richtigen Schubser wartet, der schaut am besten genau jetzt einmal bei Lisa von meinfeenstaub vorbei. Auch sie stellt sich dieses Jahr der Challenge, selber zu nähen, anstatt zu kaufen. Ich musste bei jedem ihrer Beweggründe ganz energisch mitnicken. Und wer nach dem Lesen des Textes vollends überzeugt ist, ebenfalls so eine Challenge zu starten (sehr wahrscheinlich) kann sich unter dem Hashtag #2018DIYdontBUY gemenisam mit ihr dieser Herausforderung stellen. Oder gespannt die anderen dabei verfolgen. Wie ihr wollt!

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Start in ein aufregendes Nähjahr 2018 und freue mich darauf, es hier mit euch gemeinsam anzugehen.

Liebste Grüße,

Selmin

Selber Nähen statt shoppen - Ein Rückblick über mein Jahr ohne shopping

 

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15 Kommentare

  1. Antworten

    Katha | Bananenmarmelade

    3. Januar 2018

    Ein spannender Bericht!
    Ich finde auch, dass man sich durch das Nähen irgendwann automatisch viel bewusster mit seinem Stil auseinandersetzt und irgendwann in diese „Optimierungsschiene“ rutscht. Finde ich aber auch gut, es ist ein gutes Gefühl, nur noch Lieblingsteile im Schrank zu haben 🙂

    Ich kaufe seit Februar 2015 eigentlich schon keine Klamotten mehr. Anfangs aber total unbewusst. Die Läden gaben einfach nicht her, was ich mir vorstellte. Mittlerweile ist das total normal für mich, dass ich mir (fast) alles nähe, was ich haben möchte. 2018 möchte ich zwei konkrete Projekte angehen: Einen warmen Wintermantel und einen Bikini! Pläne dazu gibt es schon länger, aber manche brauchen einfach ihre Zeit…

    Liebe Grüße
    Katha

    • Antworten

      Selmin von Tweed & Greet

      3. Januar 2018

      Das stimmt wohl liebe Katha, irgendwann kommt der Optimierungsdrang durch😅 Einen richtigen Wintermantel hab ich auch noch nicht genäht, ich bin gespannt auf deine Projekte, wenn die Zeit da ist:-) Liebe Grüße, Selmin

  2. Antworten

    metterlink

    3. Januar 2018

    Ja, ich kann dir in so vielen Punkten einfach nur zustimmen! Mein shoppingfreies Jahr habe ich ja nun schon vor drei Jahren gestartet und bin seither nur wegen Umstandsmode „shoppen“ gegangen. Langsam stellen sich bei mir aber tatsächlich Lücken ein, weil bestimmte Dinge einfach langsam den Geist aufgeben. Andererseits fehlt mir momentan auch die Zeit, die Lücken adäquat zu füllen und bin nun vor einem Gewissensproblem: Doch shoppen oder den Stress, den es mir bereitet, in Kauf zu nehmen? Wir werden sehen 😉
    Liebe Grüße,
    Marina

    • Antworten

      Selmin von Tweed & Greet

      3. Januar 2018

      Danke!💕Hihi, ich glaub du brauchst kein schlechtes Gewissen, wenn du shoppst aber ich kenn das:-) drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du den richtigen Dreh für dich findest:-) liebe Grüße, Selmin

  3. Antworten

    blaupause7

    3. Januar 2018

    Liebe Selmin, zunächst von mir ein frohes neues Jahr.

    Wann ich zuletzt ganz bewusst shoppen war, weiß ich noch ganz genau; und ich weiß auch, dass ich ganz ohne Kleidung Kaufen nicht auskomme – aber ich greife nur zu, wenn mich ein Teil wegen seiner Farbe ganz bewusst anspricht und es zu meiner selbstgenähten Garderobe passt.

    Natürlich versuche ich, die vielen schönen Stoffe, die bei mir lagern, seitdem ich sie irgendwann bei mir habe einziehen lassen, zu Kleidung zu verarbeiten, in der ich mich rundum wohlfühle. Gelingt mir zwar nicht immer, aber ich verbuche sie unter Lehrgeld, auf dass es irgendwann besser werden möge.

    LG
    Ulrike

  4. Antworten

    suturis_asinum

    3. Januar 2018

    Hallo Selmin, vielen Dank für deinen „no Shopping“ Rückblick bei dem mir der ein oder andere Gedanke doch sehr bekannt vorkommt. Ich freue mich sehr darauf dich ein weiteres Jahr zu begleiten und ehrlicherweise hoffe mich mich von dir inspirieren lassen zu können zum Thema Unterwäsche 😉 Dieser Herausforderung habe mich mich bisher noch nicht wirklich gestellt und will es schon sooooo lange… vielleicht schaff ich es mit dir gemeinsam 😊. Bei mir rückt momentan auch das Thema upcycling immer stärker in den Fokus, was dazu führt dass sich meine Stoffvorräte immer mehr zu „Altkleider“-Vorräten wandeln. Ich bin gespannt auf dein Nähjahr 2018 und freu mich jetzt schon auf deine Beiträge! Ganz liebe Grüße und viiiiiiiiiel Spaß!!!

  5. Antworten

    widerstandistzweckmaessig

    3. Januar 2018

    Hallo Selmin!

    Ich finde es großartig wie reflektiert Du an alles heran gegangen bist. Und die Sache mit der Wertschätzung, das ist so ein wichtiger Punkt!

    Ich shoppe nun schon seit Herbst 2013 nicht mehr. Also um es genau zu sagen, kaufe ich nichts Neues. Es geht mir aber wirklich nichts ab, denn ich habe von allem genug. Das ist die wichtigste Erkenntnis denke ich.

    lg
    Maria

  6. Antworten

    theflyingneedlesew

    3. Januar 2018

    Sehr spannend zu lesen! Ich starte den Versuch jetzt 2018 und mache beim „Ready-To-Wear-Fast“ von Goodbye Valentino mit – aber jetzt werd ich auch gleich mal bei Lisa vorbeischauen! Meine größte Herausforderung werden Hosen sein – aber da ich eh selten eine gute passende Kaufhose finde, habe ich bei einer selbstgenähten vielleicht mehr Glück :-)! Liebe Grüße, Melanie

  7. Antworten

    Ani Lorak

    4. Januar 2018

    Spannendes Resümee. Ich bin weit davon entfernt, nicht zu shoppen und nur zu nähen. Aber es ändert sich die Blickweise durch das Nähen. Ich werde anspruchsvoller und komme auch öfter ohne was heim. Gehe nicht mehr bummeln oder mal so shoppen, schon längern nicht – die Stoffkaufsucht muss ich da in den Griff kriegen. Gescheitert in 2017 mit dem Stoffabbau – im Gegenteil 28,45 m sind es geworden, die hinzukamen. Ich habe also ein Ziel, das zu reduzieren. Ich wünsche Dir ein wunderbares Jahr 2018 und ich denke, ein großes Stück dem Ziel (wenn man es als solches bezeichnen kann) ist es, sich bewußt zu machen, was man kauft, wofür und ob man dann wirklich glücklich ist ob genäht oder gekauft. Lieben Gruß

  8. Antworten

    Verena

    4. Januar 2018

    Liebe Selmin, ich finde es toll, wie du deine Pläne umgesetzt hast und verfolge deine Beiträge seit irgendwann im letzten Jahr mit Begeisterung. Ich selbst nähe bereits seit über 10 Jahren und weiß was für einen Zeitaufwand schon ein einfaches T-Shirt bedeutet. Daher kommt eine komplett selbst genähte Garderobe für mich zurzeit nicht in Frage weil ich einfach trotzdem sehr gerne shoppen gehe und meine freie Zeit auch gerne mit anderen schönen Dingen verbringe 🙂 Dennoch habe ich immer ein laufendes Nähprojekt und liebe genau wie du den Moment, wenn es fertig ist. Ich konzentriere mich daher beim Nähen auf besondere Teile. Unterwäsche habe ich sogar schon mal ausprobiert, leider damals in einem Kurs wo kaum Zeit dafür blieb, die Schnitte individuell anzupassen. Daher freue ich mich schon auf deine Erfahrungen damit und werde sicherlich auch selbst nochmal einen Versuch starten. Interessieren würde mich dabei auch, wo du die Stoffe etc. für Unterwäsche kaufst. LG Verena

  9. Antworten

    laura

    5. Januar 2018

    Ach schön, liebe Selmin, das klingt doch super! Vielleicht sollte ich darüber auch mal wieder nachdenken… Generell achte ich bei Kaufsachen aber schon viel mehr auf Passform und Qualität als noch vor ein paar Jahren. Ich möchte mir in diesem Jahr auch wieder mehr selber nähen, vor allem die Dinge, die noch auf meiner Wunschliste stehen. Eine Challenge wird es, Zeit für einen richtig warmen Wintermantel mit Kapuze zu finden. Und das nächste Projekt ein Ginger-Jeans-Sewalong mit meinen Mädels… Ich freu mich drauf!

  10. Antworten

    Fischstraße 11

    5. Januar 2018

    Liebe Selmin,
    du hast wieder einen tollen Post geschrieben. Ich freue mich dir ein weiteres Nähjahr über die Schulter schauen zu können und bin gespannt was du alles zeigen wirst.
    Viel Spaß und Erfolg für 2018!
    Liebe Grüße Marion

  11. Antworten

    Stina

    5. Januar 2018

    Oh ja, Äktif Wäär und Unterwäsche stehen bei mir auch ganz oben! Ich freue mich schon darauf wenn du das verbloggst, da kann ich mir bestimmt auch nochwas abschauen!

  12. Antworten

    schurrmurr

    11. Januar 2018

    Hallo Selmin,
    Danke für den Bericht….auch ich stelle fest, dass ich 2017 weniger gekauft habe ….Kleider gar nicht….und ich sehe bei Kaufkleidung viel eher, wo es nicht passt….hätte ich nie gedacht, dass sich durch das selber nähen so viel verändert.
    Viel Erfolg in 2018
    Schurrmurr

  13. Antworten

    Karin

    5. Februar 2018

    Hallo Selmin,

    ich habe Dich erst heute im Netz gefunden. Seit Oktober 2017 habe ich mit dem Nähen begonnen mit dem Ziel, meine Garderobe zumindest teilweise in Eigenleistung zu vervollständigen bzw. zu ergänzen. Zuvor beschränkten sich meine Versuche (und Ergebnisse) auf das Nähen von Gardinen. Nun keimt in mir jedoch ein ganz anderer Eifer auf und verlässt mich glaube ich auch nicht mehr. Einige leichtere Projeke habe ich schon erfolgreich zu Ende geführt (natürlich auch mit Fehlversuchen verbunden) und wünsche mir persönlich weiterhin Spaß und natürlich Erfolg beim Herstellen meiner Garderobe und dass ich stilsicherer werde Statt zu kaufen, sage ich mir immer öfter „das kannst du auch“ und hoffe so sehr, dass ich richtig liege 🙂

    Toller Post von Dir!!!

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