Unerwartete Geschenke die ich aus 2020 mitnehme

Hello und herzlich willkommen zu einer neuen Blogstaffel 2021! Der Start ins neue Jahr fühlte sich für mich ein bisschen so an, als würde ich die ersten (Home-)Schultage nach den Ferien schwänzen – aber ganz ohne schlechtes Gewissen. Die letzten Wochen hab‘ ich mich viel ausgeruht, gelesen (Der Freund, Unter uns das Meer, How to fail, Die Kunst sich zu verlieren, Wintering, oh ich mag gar nicht mehr aufhören zu lesen…), Online-Sport mit meiner liebsten Sportgruppe gemacht, lange Spaziergänge genossen und exzessiv gekocht und gegessen (!). Ich hab‘ mich mit meinem liebsten Rudel in meine Basisstation zurückgezogen und Luft geholt. Diese wohltuende Langsamkeit hab‘ ich im Januar einfach noch ein bisschen mitgenommen.

Ich arbeite zwar auch schon wieder: Die ersten beiden Schnittmuster für’s Schnittduett sind in die Wege geleitet, wir arbeiten an einer Größenerweiterung (endlich!), erste Nähprojekte stehen und im Hintergrund räume ich meinen Blog auf und bastle an neuen Inhalten für Tweed & Greet. Alles in einem ruhigen Tempo. Die Welt dreht sich immer noch langsamer als mir lieb ist und irgendwie mag ich sie gerade auch nicht überholen.

2020 – Das Jahr der Abschiede

Ende des Jahres war ich gefühlsmäßig so erschöpft, dass ich schon Anfang Dezember begann, mich von allen unwichtigen Verpflichtungen zu lösen und es mir schön zu machen. Ich wollte mich mit einem versöhnlichen Gefühl aus 2020 verabschieden. Einem Jahr, das die komplette Welt auf den Kopf gestellt und so viele Opfer verzeichnet hat.

Auch mir bescherte es einige persönliche Abschiede, vor allem von einem lang ersehnten Lebensentwurf: Mutterschaft. Ein Thema, dem ich hier auf dem Blog mehr Raum geben möchte, für das ich aber selbst erst einmal genug Kraft sammeln muss, bevor ich meine Geschichte öffentlich teilen kann. Trotzdem möchte ich es heute nicht unerwähnt lassen und ehrlich sein, für diejenigen unter euch, die wegen mir und meiner Texte hier sind. Ich habe die Vermutung, dass meine Texte in Zukunft besser fließen werden, je mehr ich mir erlaube, hier ehrlicher zu schreiben.

Ein Leitwort und die Sache mit den unerwarteten Geschenken

Als mein Leitwort für das Jahr 2020 hatte ich das Wort „Entfaltung“ gewählt. Noch nie war ein Leitwort innerhalb eines Jahres so oft präsent in meinem Kopf und noch nie hatte ich mehr das Gefühl, dass die Wahl ein völliger Griff ins Klo war. 2020 fühlte sich nicht nach Entfaltung an.

Es war ein Tag vor Heiligabend, als ich bei einem meiner Gassigänge in einem meiner Lieblingspodcasts „Hurry Slowly“ eine Episode über „Strange Presents“ hörte, über die merkwürdigen (unerwarteten) Geschenke des Jahres 2020. Die Sprecherin las die persönlichen, guten Seiten vor, die das Pandemie-Jahr den Hörer*innen gebracht hatte. Diese Episode wirkte wie ein sanfter Stupser, über meine unerwarteten Geschenke nachzudenken und vielleicht doch noch gütlich mit dem Jahr abzuschließen.

2020 – Das Jahr, in dem ich lernte mit anderen über’s Scheitern zu sprechen

Der Abschied vom Kinderwunsch ist etwas, das mir letztes Jahr einen großen Teil meiner Leichtigkeit genommen hat. Auch, wenn vielleicht noch eine sehr geringe Chance besteht, dass sich mein Wunsch doch irgendwann erfüllt, sind meine Weichen auf Abschied gestellt. Mir geht es gerade gut, mein Leben ist glücklich. Doch die Trauer darüber, dass ich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit keine Mutter sein werde, kommt manchmal in ganz unerwarteten Momenten. Das wird auch eine Weile so bleiben. Aber ich habe gelernt, dass ich diese Momente mit anderen teilen kann.

Ich habe mir Anfang letzen Jahres nicht nur eine spezialisierte Therapeutin gesucht, mit der ich über dieses besondere Gefühl des Scheiterns reden konnte, ich habe mich auch vielen Menschen in meinem Umfeld geöffnet. Und plötzlich war es nichts mehr, was ich alleine mit mir oder meinem Partner herumtragen musste. Ich konnte meine Gedanken und Trauer teilen – und dabei auch Weggefährtinnen finden, denen es ähnlich geht. Ich konnte ich selbst sein, ohne mich zu verstellen. Diese Ehrlichkeit hat mir sehr gut getan und mir sehr viel Last genommen, ich nehme sie mit in die Zukunft.

Geschenke aus 2020, die ich mit in 2021 nehme

Schreiben am Morgen – nur für mich

2019 bin ich durch das Buch „The Artist’s Way“ auf das Konzept der Morgenseiten (morning pages) gestoßen und schreibe seit 455 Tagen regelmäßig morgens direkt nach dem Aufstehen. Jeden morgen 20 Minuten nur für mich, sechs Seiten mit der Hand, über das, was mir gerade in den Sinn kommt. Laut der Autorin Julia Cameron sind wir die ersten 45 Minuten nach dem Aufstehen in einem Zustand, der noch viel vom Unterbewusstsein gesteuert wird und der später wieder nachlässt. Dieser Zustand wird genutzt, um alles frei rauszuschreiben.

Ich liebe es, den Füller über’s Papier kratzen zu hören und ohne Pause einfach zu schreiben, darüber was mich beschäftigt, mir gerade tierisch auf die Nerven geht, mir große Freude bereitet, kreative Ideen, Pläne, Träume, alles. Die Seiten sind nur für meine Augen bestimmt. Sie werden niemandem vorgelesen und von niemandem verurteilt, auch nicht von mir. Es geht nicht um perfektes Schreiben. Es geht nur ums Schreiben. Die Hand bewegt sich, der Kopf denkt nicht, er lässt einfach nur raus.

Es fühlt sich für mich mittlerweile an wie eine Art Reinigung, alles, was meinen Gedankenfluss verstopft, kommt direkt aus meinem Kopf auf die Seiten und aus meinem System. Seitdem ich meine morgendlichen Seiten schreibe, blockiere ich mich weniger mit überwältigenden Gedanken und kann klarer in den Tag starten. Ich komme insgesamt besser in den Flow. Vielleicht ist es mittlerweile eine Art Placebo-Effekt, aber wenn ich die Morning Pages mal vergesse, merke ich durchaus einen Unterschied zu besseren Tagen mit den Morgenseiten.

Mittlerweile sind einige Tagebücher zusammengekommen. Die Seiten nach einer Zeit zu lesen kann spannend, furchtbar langweilig aber auch mal erschreckend sein. Aber sie sind eine Konfrontation mit mir selbst, die mir dabei helfen mir aufzuzeigen, was ich möchte und diese Dinge umzusetzen.

Tschüss zu Produktivitätsdruck, hallo zu mehr Pausen und Langsamkeit

Die Welt, wie wir sie kennen, hat sich verändert, wir befinden uns irgendwie in einer unerklärlichen Blase, die alte Gewohnheiten und Werte in Frage stellt und dessen Auswirkungen sich erst mit der Zeit bemerkbar machen werden. Ganz ehrlich, ich kann nicht einfach so weitermachen, als wäre alles beim Alten, auch nicht beruflich. Auch wenn ich es gewohnt bin, im Homeoffice zu arbeiten und nicht zusätzlich die Last des Homeschoolings oder Kleinkindbetreuung und gleichzeitiges Arbeiten mittragen muss. Auch, wenn ich in einer privilegierten Lage bin.

Geschenke aus 2020, die ich mit in 2021 nehme

Meine Art zu Arbeiten im letzen Jahr hat sich verändert. Ich hatte Konzentrationsschwierigkeiten und habe zeitweise die Sinnhaftigkeit von dem, was ich mache, in Frage gestellt, gepaart mit der Panik vor finanziellen Einbußen. Das hat mich an manchen Tagen so blockiert, dass ich immer wieder vor mich hin prokrastiniert habe und am Ende frustriert war, weil ich „nichts“ geschafft hatte. Ich habe mich geärgert, nicht einfach funktionieren und Ideen einfach umsetzen zu können, wie das andere scheinbar immer noch ganz locker flockig konnten. Ein Fakt, über den mich meine stundenlangen Scrolls durch Instagram doch ganz klar und deutlich aufklärten. Mein Instagramverhalten war das erste, an dem ich letztes Jahr ziemlich schnell etwas änderte, etwas ändern musste. Ich nahm mir immer mehr Pausen von Social Media und der vermeintlichen Produktivität und den kreativen Ergüssen anderer. Ich musste meiner eigenen Kreativität lauschen.

Es fühlt sich befreiend an, Todos abzuarbeiten, ja. Aber ich versuchte, mich von dem Gedanken zu lösen, dass der Wert meines Tages oder gar mein persönlicher Wert davon abhängt, wieviel ich an einem Tag, in einer Woche, in einem Monat, geschafft oder gearbeitet habe oder wieviel Umsatz wir gemacht hatten.

Ein Tag an dem ein besonders leckeres Essen gekocht wurde, ein gutes Gespräch geführt, ein paar Seiten im Lieblingsbuch gelesen wurden. Eine Runde Nähen und der Nähmaschine lauschen. Die Pflanzen gießen, sie von trockenen Blättern befreien und ihre Blätter streicheln. Ein Spaziergang im Wald mit dem Hundeopa. Das sind ebenso wertvolle Momente, die den Erfolg meines Tag ausmachen können.

Ich habe mir eine neue sanftere Routine geschaffen, eine sanftere Disziplin, mit der ich meine Ziele verfolge, aber genauso auf mein Wohlbefinden achte. Die wichtigsten Themen, verteilt auf mehr Tage, damit Zeit bleibt, Gedanken zu Ende zu führen. Und dazwischen Raum zum Kreativsein und „Spielen“. In meinem Kalender sind meine Arbeitszeiten mit Todos und Freizeit gleichermaßen eingetragen, farblich angestrichen in unterschiedlichen Farben. So visualisiere ich mir, ob ich mir Ausgleich geschaffen habe.

Geschenke aus 2020, die ich mit in 2021 nehme

Methoden, die ich normalerweise zur besseren Konzentration und zum Abarbeiten nutze, weiß ich jetzt mehr zu schätzen und setze sie gezielt ein, aber abhängig nach meiner Tagesform. Am wertvollsten ist für mich die Deep Work Methode: Ich stelle jegliche Ablenkung ab, auch mein Telefon wandert in einen anderen Raum. Dann stelle ich den Timer für zwei Stunden an und arbeite in dieser Zeit ab, was geht. Danach mache ich eine Pause. Es ist bemerkenswert, wieviel ich in dieser Zeit schaffen kann. Wenn es mir guttut, kann ich danach noch einmal zwei Stunden konzentriert weitermachen. An anderen Tagen, wenn ich schon am Morgen merke, dass es mit der Konzentration schwierig wird, kommt Pomodoro: Der Timer wird auf 25 Minuten gestellt, und ich kümmere mich 25 Minuten um diese eine Aufgabe. Auch danach schaue ich, wie ich weitermachen möchte.

Es tut einfach gut, sanft zu mir zu sein. Denn wenn wir ehrlich sind, kann diese Krise an niemandem ohne Spuren vorbei gehen, ich muss nicht noch zusätzlich Kerben in die Spuren treten. Je mehr Energie und Konzentration ich über habe, um so besser kann ich sie vergeben, wenn sie notwendig ist.


Es gab sie also doch, die kleinen Momente der Entfaltung, die neue unvermutete Seiten von mir hervorbrachten. Sie haben mich stärker gemacht und ich nehme diese unerwarteten Geschenke dankbar mit in dieses Jahr. Ich habe mir vorgenommen, ehrlicher und freundschaftlicher zu mir zu sein und die Langsamkeit und Kreativität mehr zu genießen.

Mein Leitwort für 2021 ist übrigens Neugierde, denn ich bin gerade wieder voller Abenteuerlust. Ich möchte den Dingen auf den Grund gehen, mehr spielen und weiter Neues ausprobieren, wenn auch erstmal nur von der Couch aus. Seit Januar nehme ich an einem Storytelling Workshop von einer Drehbuchautorin aus Los Angeles teil. Mit ihr und sieben anderen Frauen, die in Großbritannien, Dänemark, Spanien und Simbabwe leben, treffen wir uns zweimal wöchentlich per Videokonferenz und lesen unsere kreativen Arbeiten vor, die wir über die Woche zugeteilt bekommen, analysieren und besprechen Filme. Es ist nicht nur ein Kreativworkshop und kleiner Filmclub, wir bezeichnen uns auch inoffiziell als kleine Lockdown-Selbsthilfegruppe. Acht fremde Frauen, die sich einander erschreckend ehrlich öffnen und doch so viel gemeinsam haben, obwohl sie über die Welt verstreut sind. Wäre die Welt die alte, hätten sie sich nie getroffen.

Wenn das kein Geschenk ist.

Selmin Ermis-Krohs

Als Slow Fashion & Living Enthusiastin bin ich der kreative Kopf hinter dem Blog Tweed & Greet und Co-Founderin des Kölner DIY Fashion Labels Schnittduett. Ich bin Buchautorin von zwei Nähbüchern, Fotografin, Designerin, Content Creator, Multilinguistin, stolze Hundemama und ich glaube sehr stark daran, dass wundervolle Dinge geschehen können, wenn man sich erlaubt, ein langsameres und kreativeres Leben zu führen. Mit Ideen rund um mein Steckenpferd DIY Fashion zeige ich hier neben nachhaltiger und selbstgenähter Mode, Anregungen, die euch anfeuern sollen, mehr Kreativität in den Alltag zu bringen und auch mal etwas Langsamkeit zu zelebrieren.

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33 Kommentare

  1. Antworten

    Michaela

    3. Februar 2021

    Was für ein wundervoller Text, in dem ich mich sehr wieder finde. Danke dafür! Liebe Grüße!

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      3. Februar 2021

      Liebe Michaela, sehr gerne! Danke, dass Du Dir Zeit für den Kommentar genommen hast. Liebste Grüße, Selmin

  2. Antworten

    Martina

    3. Februar 2021

    Liebe Selmin,
    Du hast mir aus der Seele gesprochen. Oft schon habe ich genau wie du mich in diesen Zeiten auf mich selbst fokussiert und merke , dass mir die Entschleunigung so so gut tut. Einfach mal runterkommen, sich über kleine Dinge freuen, nicht immer alles auf einmal anfangen. Ich muss gestehen, dass war ein Umbruch und viel Mühe für mich und ich bin immer noch in der Umwandlungsphase, aber ich spüre schon Entlastung….sich nicht immer für alles verantwortlich zu fühlen und einfach mal etwas machen, was für mich gut ist.
    Danke für deine tollen Gedanken. Es war so schön es zu lesen.
    Danke für deine Offenheit.!
    Komm gut durch das neue Jahr und ich wünsche uns allen, dass wir ganz bald wieder enger zusammenrücken können.
    Herzliche Grüße
    Martina

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      3. Februar 2021

      Liebe Martina, danke für Deine Worte, das wünsche ich uns auch! Liebste Grüße, Selmin

  3. Antworten

    Anne

    3. Februar 2021

    Liebste Selmin, du sprichst mir so aus dem Herzen. So wunderbare Worte! Ich schreibe seit diesem Jahr zwar keine Morgenseiten, kenne das aber und fand es beim Ausprobieren auch ganz toll. Dafür versuche ich Abends vor dem Einschlafen aufzuschreiben, wofür ich dankbar war an dem Tag. Das lässt mich auch versöhnlicher mit kleinen Dingen werden. Danke für Deine Offenheit, ich feiere die Langsamkeit und Pausen ebenso. Liebste Grüße, Anne

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      3. Februar 2021

      Liebe Anne, danke für die lieben Worte. Das Schreiben am Abend stelle ich mir auch als einen sehr guten Abschluss des Tages vor! Liebste Grüße, Selmin

  4. Antworten

    Anja

    3. Februar 2021

    Liebe Selmin,
    ich finde deinen Text so wunderbar! Danke, dass du das alles mit uns teilst! Viele, mich eingeschlossen, werden sich in den ein oder anderen Zeilen wiederfinden. Danke für deine Ehrlichkeit und deine tollen Denkanstöße! Das mit deinen Morgenseiten finde ich ein super Ritual und werde ich auch mal probieren müssen! Die Morgenstunden haben nämlich wirklich etwas besonderes!! Liebste Grüße Anja

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      3. Februar 2021

      Liebe Anja, ich bin auch ein sehr großer Fan der Morgenstunden. Danke für deine lieben Worte! Liebste Grüße, Selmin

  5. Antworten

    Birgit

    3. Februar 2021

    Vielen Dank für diese wunderschönen Zeilen, die mich sehr berühren und auch Themen ansprechen, die auch ich im letzten Jahr gelernt habe: Abschiede auf verschiedenen Ebenen, sanft mit sich umgehen, Produktivität… Es ist schön zu wissen, dass es auch anderen so geht! Das System der Morgenseiten habe ich für mich im Laufe der Jahre intuitiv angepasst (ich schreibe insgesamt weniger, aber dafür immer 3 Dinge, die am vorherigen Tag gut waren) und möchte es nicht mehr missen. Ganz herzliche Grüße!

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      3. Februar 2021

      Liebe Birgit, Danke für deinen Kommentar, das klingt auch nach einem stärkenden Ritual, sich die drei besten Dinge des Vortags aufzuschreiben. Liebe Grüße, Selmin

  6. Antworten

    Ulrike

    3. Februar 2021

    Hey Selmin, ich liebe deine Offenheit. Danke! ♡ Von deinen Methoden zu mehr Konzentration sollte ich mir mal die eine oder andere genauer angucken… dann käme ich vielleicht auch mal vorwärts. Nur das mit dem Schreiben morgens… määääh… das wird nix. 😉
    Fühl dich virtuell umarmt.
    Ulrike

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      3. Februar 2021

      Danke liebe Ulrike! Ja, besonders die Deep Work Methode finde ich wirklich den Knaller! Tihihi, wenn du magst, schreib ich morgen früh eine kleine Seite für dich mit;-) Schicke dir einen Drücker zurück! Liebste Grüße, Selmin

  7. Antworten

    Katha

    3. Februar 2021

    Liebe Selmin,

    Wow, was für ein Text!
    Ich danke dir für deine Offenheit und bin sehr froh, dich hier wieder zu lesen.

    Das ist wirklich ein schöner Gedanke, sanfter zu sich selbst zu sein. Hab ich mir oft vorgenommen und dann doch immer wieder verdrängt und das Gefühl gehabt, einfach nicht mithalten zu können…

    Ich drücke dich und freu mich schon, dich bald zu sprechen!
    Alles Liebe und ein tolles Jahr voller Neugierde!
    Katha

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      3. Februar 2021

      Danke liebe Katha, ich drück dich auch und ich freu mich ebenso! Liebe Grüße, Selmin

  8. Antworten

    Christin

    3. Februar 2021

    Liebe Selmin,

    dafür liebe ich Blogs – lange, tiefgründige Texte. Das vermisse ich auf Instagram. Umso schöner, dass hier der Raum und die Zeit dafür ist. Danke 🙏🏻

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      3. Februar 2021

      Danke liebe Christin, dass du dir hier auch die Zeit genommen hast für die netten Worte. Liebe Grüße, Selmin

  9. Antworten

    Tüt

    3. Februar 2021

    Wie schön! Ist das erste, was mir dazu einfällt. Und das, obwohl auch so viel unangenehmes mitschwingt in deinem Text. Aber unterm Strich ist es dann doch irgendwie positiv, was du schreibst. Du hast dich selbst gefunden, so hört es sich an, und kommst daher auch mit Rückschlägen zurecht. Mal mehr, mal weniger gut, wie wir alle.
    Ich gehe ja weiter zur Arbeit, da hat sich nichts geändert. In meiner Freizeit versuche ich aber, mehr darauf zu achten, was ich machen WILL als was ich noch machen MUSS. Also ja, da ist ein Babygeschenk zu nähen, aber an meinem Projekt für mich zu arbeiten würde mich gerade eben doch glücklicher machen. Und die Wäsche, die im Keller hängt, kann da auch noch einen Tag mehr hängen, das schadet ihr nicht. Dafür stricke ich ein paar Runden. Außerdem habe ich seit diesem Jahr täglich Yoga gemacht und muss sagen, dass das auch echt gut getan hat und ich es versuche, beizubehalten.
    Die Morgenseiten finde ich toll – auf Grund meines Schichtdienstes aber für mich nicht umsetzbar.
    Liebe Grüße!

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      3. Februar 2021

      Liebe Tüt, das hast du auch gut erkannt, der Text sollte auch eher versöhnlich sein. Es ist schön, dass du es schaffst eine Balance zu halten und ich drücke dir die Daumen, dass es mit dem Yoga weiterklappt! Liebste Grüße, Selmin

  10. Antworten

    Muriel.Nahtzugabe5cm

    3. Februar 2021

    Liebe Selim,
    Vielen Dank, dass Du deine Gedanken mit uns teilst. Sehr schön geschrieben.
    Ich wünsche Dir alles gute für dein Jahr der Neugierde.
    Lieber Gruß,
    Muriel

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      3. Februar 2021

      Danke liebe Muriel!

  11. Antworten

    Muriel

    3. Februar 2021

    Liebe Selmin,

    Arghhh, habe deinen Namen falsch geschrieben. Dafür möchte ich mich entschuldigen. War wohl keine gute Idee beim kommentieren zu Hula hoopen.

    Lieber Gruß Muriel

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      3. Februar 2021

      Ich musste laut lachen, beim Hula hoopen hat bisher auch noch niemand meinen Blog gelesen geschweige denn kommentiert – glaub ich:-) Hut ab! Liebste Grüße, Selmin

  12. Antworten

    Jutta

    4. Februar 2021

    Liebe Selmin, ich liebe es, deine langen Blogposts zu lesen. Sie tun mir immer gut oder sind super interessant. Danke dafür ❤️Auch dieser hier war Balsam für meine Seele. Auch wenn er traurige Aspekte hat. Meine kleine Schwester (die dieses Jahr 50 wird) hat zusammen mit ihrem lieben Mann auch keine Kinder bekommen können. Ich selbst habe drei erwachsene Kinder mittlerweile. Leider war das ein großes Tabuthema. Erst nachdem unser Vater vor 2 Jahren starb und wir zu zweit sein Haus ausräumten, dabei unsere Kindheit verarbeitet haben in zahlreichen intensiven Gesprächen, da konnte sie auch über dieses Thema sprechen. Ich hätte mir gewünscht, sie hätte sich mir früher anvertraut. Vieles hätte ich besser verstanden und für sie wäre es bestimmt auch hilfreich gewesen.
    Ansonsten geht es mir sehr ähnlich wie dir. Ich arbeite sowieso viel im Homeoffice, habe keine Kinder mehr im Haus, nur einen Mann seit einem Jahr im Homeoffice 😉, bin also eigentlich privilegiert und es sollte mir gut gehen. Ich habe aber auch ein schlechtes Gewissen und ärgere mich über mich, wenn ich schlecht drauf bin, obwohl es mir doch eigentlich gut geht, und ich nicht genug schaffe. Jetzt, wo wir doch durch fehlende Termine soviel Zeit haben… Danke, dass du noch einmal den Blick auf Wesentliche gelenkt hast. Nachsichtiger und netter zu sich selbst sein. Sein eigenes Tempo finden.
    Alles Gute für dich und 2021. ich freue mich schon auf die neuen Schnittduett Schnittmuster 😊 Für Hose Lola habe ich langen Anlauf gebraucht, aber jetzt besitze ich zwei lange und ein kurze und liebe sie.
    Jutta

  13. Antworten

    Bine

    4. Februar 2021

    Liebste Selmin,
    ich habe schon lange nicht mehr einen so schönen, so ehrlichen, einfühlsamen und inspirierenden Post gelesen. Lieben DANK dafür!
    Liebe Grüße
    Bine

  14. Antworten

    Inga

    4. Februar 2021

    Liebe Selmin,
    danke für diesen ehrlichen und inspirierenden Post. Ich finde mich in vielem davon wieder – 2020 war auf den ersten Blick ein Jahr für die Tonne mit so viel Struggle und Sorgen. Auf den zweiten Blick habe ich gegen Ende des Jahres aber auch vieles zu schätzen gewusst, vor allem die Ruhe, die zwangsläufig eingekehrt ist. Ich habe gelernt, die Dinge ruhiger anzugehen und meine Prioritäten anders zu setzen. Ich nähe wieder mehr, was mir sehr gut tut und ich habe mich endlich getraut, meinen ersten Blogpost zu schreiben. Von alldem versteckten Schönen möchte ich möglichst viel mit ins neue Jahr nehmen. Das wünsche ich dir auch und bin sehr gespannt auf alles, was ich noch von dir zu lesen bekomme.
    Danke übrigens auch, dass du mich an Deep Work erinnert hast. Das stand schon lange auf meiner inneren To-try Liste. Auch die Morgenseiten (vielleicht aus Zeitmangel nicht ganz so viele) werde ich vielleicht mal ausprobieren.
    Liebe Grüße
    Inga

  15. Antworten

    Laura

    4. Februar 2021

    Meine Liebe, dein Beitrag hat mich sehr berührt und war so schön zu lesen. Er hat mein Herz geöffnet in dieser Zeit. Ich finde es sehr beachtenswert, dass du dich immer wieder aufs Positive besinnst und dich darauf fokussierst, was du verändern und Neues lernen kannst. Und dennoch auch sanft zu dir selbst bist, dir Zeit und auch Raum zum Trauern und Verarbeiten gibst. Kurzum: Du bist toll. Du machst das toll. Ich bin stolz auf dich. Du fehlst mir.

  16. Antworten

    Stefanie

    5. Februar 2021

    Danke für Deinen schönen Text. Und vielen Dank, dass Du Deine Gefühle so offen mit uns teilst. Es hat mich sehr berührt, zumal ich mich in einigem selber wieder erkenne.
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es kaum noch einen Menschen gibt, der sich n i c h t wünscht, sein Leben zu entschleunigen. Was ist verkehrt mit uns, an welchem Punkt sind wir falsch abgebogen und haben unsere Bedürfnisse aus den Augen verloren?
    Über die Morning Pages habe ich schon mal in dem Buch „Simple Abundance“ von Sara Ban Breathnach gelesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man mit dieser Methode eine Menge Klarheit in seine Gefühle und Gedanken bekommt. Leider schaffe ich es nicht einmal, morgens in jenem Jahrbuch jeden Tag die entsprechenden Texte zu lesen, der Morgen ist immer so hektisch.
    Das „Dankbarkeits-Journal“, das Anne erwähnt schafft das leider bei mir nicht so ganz, aber es führt mir jeden Abend vor Augen, wie reich ich doch bin, weil ich auf jeden Fall alles habe, was ich zum Überleben brauche.
    Deine beiden Methoden der Zeiteinteilung, die werde ich unbedingt ausprobieren. Wenn man wie ich dazu neigt, sich zu verzetteln, ist so ein System vermutlich genau das Richtige.
    Ich wünsche Dir ein gutes Neues Jahr, liebe Grüße, Stefanie

  17. Antworten

    Nicole

    5. Februar 2021

    Liebe Selmin,
    deine Worte sind sehr offen und berührend. Sehr berührend. Ich empfinde es als sehr wohltuend, dass du dich uns so mitteilst. Mit deiner Auffassung und deinem Charme, deinem bei dir selbst angekommen sein wirst du es schaffen, da bin ich mir sicher.
    Auch ich betrachte diese Langsamkeit als etwas Gutes, manchmal mischt sich die Ambivalenz dazu, wieder meine Freundinnen zu treffen, zu tanzen oder essen zu gehen. Aber es fehlt nur in manchen Momenten, dieses im Hier bei mir sein tut sehr gut.
    Und ich wünsche mir, dass alles langsam, mit Demut und nicht in Masse zurückkehrt.
    Liebe Selmin, ich wünsche dir alles erdenklich Gute und bleib bei dir
    Liebe Grüße
    Nicole

    • Antworten

      Selmin Ermis-Krohs

      10. Februar 2021

      Liebe Nicole, vielen Dank für deine netten Worte. Ich wünsche dir auch alles Gute! Herzliche Grüße, Selmin

  18. Antworten

    Bine

    6. Februar 2021

    Liebe Selmin,
    ich hatte beim Lesen ein Tränchen in den Augen, so schön geschrieben! Und trotz der ernsten Themen vermittelst du Positivität, dafür bewundere ich dich!
    Auf jeden Fall freue ich mich schon jetzt auf deine noch kommenden Blogbeiträge, die sind immer sehr inspirierend!
    Ich wünsche dir alles Gute!
    Ganz liebe Grüße
    Bine

  19. Antworten

    Kia

    10. Februar 2021

    Liebe Selmin,

    hier stehen schon so viele Kommentare, aber ich möchte dir auch an dieser Stelle für deine Offenheit und deine klaren Worte danken! Ich konnte mich an einigen Stellen wiederfinden.
    Schön, dass du doch noch etwas zum Thema Entfaltung erlebt hast. Ich wünsche dir viel Kraft bei deinen einzelnen Abschiedsschritten und ganz viel Neugierde und Neues, das du in diesem Jahr erleben kannst!

    Ganz liebe Grüße
    Kia

  20. Antworten

    Karin

    16. Februar 2021

    Liebe Selmin,
    ich musste jetzt erst mal eine Zeit lang in mich gehen um zu überlegen, was ich Dir schrieben soll. Mich haben Deine Worte auf Instagram nämlich mit voller Wucht getroffen.
    Zwar ist die Kinderwunschbehandlung bei mir jetzt schon einige Jahre her, aber wie Du Dich fühlen magst, kann ich nur zu gut spüren. Immer noch.
    Da habe ich gemerkt, dass Du wohl den besseren Weg gehst..in dem Du Dich anderen öffnest! Das wollte ich Dir unbedingt hier lassen…. Du machst das genau richtig!

    Ganz liebe Grüße
    Karin

  21. Antworten

    undiversell

    18. Februar 2021

    Liebe Selmin, danke für deinen offenen und berührenden Text. Du hast sehr gut beschrieben, was viele von uns belastet und wie uns der Alltag manchmal auffrisst vor lauter Todos. Die Deep Work Methode werde ich mir merken. Oft zerhackt sich mein Tag in zu viel Nebenkriegsschauplätze. Fokussiert etwas abzuarbeiten ist viel effektiver als alles anzufangen und nichts fertig zu bekommen.
    Es tut mir leid, dass du dich vom Kinderwunsch verabschieden musst, bin mir aber sicher, dass du in anderen Dingen Erfüllung findest. Ich drück dir dafür fest die Daumen. LG Undine

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